Tschechisches Kulturjahr endet mit „Jenůfa“ in der Oper Leipzig

Leipzig -Mit der Inszenierung von "Jenůfa" von Leoš Janáček durch das Nathionaltheater Brünn am 8. November endet das tschechische Kulturjahr in der Oper Leipzig.

Mit der Motto „Ahoi Česko! Ahoj Leipzig!“ des Opernballs 2018 startete das tschechische Kulturjahr in der Oper Leipzig. Hier soll es mit der Inszenierung von "Jenůfa" von Leoš Janáček am 8. November nun auch wieder sein Ende finden. Das Gastspiel wird vom Nationaltheater des tschechischen Brünn - Partnerstadt von Leipzig - aufgeführt.

© Nationaltheater Brno / Patrik Borecký

"Jenůfa" ist die berühmteste Oper von Janáček. Sie ist sehr beliebt, weil sie die Traditionen von Mähren vorstellt. Der verschwenderische und unbeständige Števa, der ungestüme und doch in seinem Herzen liebevolle Laca und vor allem die unerbittliche Küsterin, welche in der Bemühung, sich ihre Stellung und den Respekt der Dorfgemeinschaft zu erhalten, auch vor der Tötung des Kindes ihrer Ziehtochter Jenůfa nicht zurückschreckt – Janáček beschreibt die einzelnen Charaktere in meisterhafter dramatischer Verkürzung, die den Zuschauer frösteln lässt, doch gleichzeitig Mitgefühl und Verständnis weckt.

Seit 1973 ist Brünn eine Partnerstadt der Stadt Leipzig. Mit 368.000 Einwohnern ist die Hauptstadt von Mähren die zweitgrößte Metropole Tschechiens. Mit dessen Nationaltheater steht die Oper Leipzig in einem regen Austausch.

Die Oper "Jenůfa" erlebte ihre Uraufführung am 21. Januar 1904 im tschechischen Nationaltheater Brünn. Aber erst etwa zehn Jahre später wurde die Oper auf breiter Ebene auch im deutschsprachigen Raum wahrgenommen. Am 8. November wird sie nun erneut im Leipziger Opernhaus aufgeführt.

© Nationaltheater Brno / Patrik Borecký
© Nationaltheater Brno / Patrik Borecký
© Nationaltheater Brno / Patrik Borecký