TU Chemnitz entwickelt Weltneuheit

Forscher der Technischen Universität Chemnitz haben Fotos zum Sprechen gebracht.

Das Institut für Print- und Medientechnik hat ein Verfahren entwickelt, bei dem Lautsprecher und Elektronik in eine Buchseite eingearbeitet werden.
Damit wurde ein Bildband für den „World Press Photo“-Wettbewerb gestaltet, der in der vergangenen Woche in Amsterdam der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde.

Bei dem so genannten „T-book“ – das „T“ steht dabei für „Ton“ – wird beim Umblättern ein Sensor aktiviert.

Elektronisch wird dann für jede Seite die passenden Geräusche abgerufen – für den Nutzer ist dadurch zu jedem Foto die Hintergrundgeschichte zu hören.

Die SD-Karte mit den Daten und die Batterie mit 20 Stunden Laufzeit ist im Buchdeckel integriert.

Bis zum fertigen Bildband ist ein äußerst aufwendiger Herstellungsprozess notwendig.

Interview: Prof. Dr. Arved Hübler, Professur Printmedientechnik TU Chemnitz

Das Buch wird bisher nur in der kleinen Auflage von 50 Stück produziert und ist nicht im Handel erhältlich.

Für das Chemnitzer Institut für Print- und Medientechnik ist es ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung innovativer Technologien.

Interview: Prof. Dr. Arved Hübler, Professur Printmedientechnik TU Chemnitz

Das „T-book“ für den World Press Photo Wettbewerb soll erst der Beginn der weiteren Entwicklung sein.

Als nächsten Schritt suchen die Forscher der TU Chemnitz Kooperationspartner, die die „sprechenden Bücher“ in eine kostengünstige Massenproduktion führen wollen.

Interview: Prof. Dr. Arved Hübler, Professur Printmedientechnik TU Chemnitz

Für die weitere Entwicklung denken die Wissenschaftler bereits daran, ganze Schaltungen und Batterien ausdrucken zu können.

Die Tablets der Zukunft werden auf Papier gedruckt, sind sich die Chemnitzer Forscher sicher.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar