TU Dresden und HTWK Leipzig erhalten Förderung in Millionenhöhe für Nachwuchsforschergruppen

Am Montag starten an der TU Dresden und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig zwei ESF-geförderte Nachwuchsforschergruppen.

Insgesamt 8 Nachwuchswissenschaftler, Diplom-Informatiker und Diplom-Ingenieure, die ihre Promotion oder Habilitation anstreben, arbeiten an der TU Dresden in den nächsten drei Jahren innerhalb der Nachwuchsforschergruppe ZESSY (1) an Informationssystemen der Zukunft. Gefördert wird das Projekt mit rund 1,4 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaates Sachsen über die Förderrichtlinie ESF Hochschule und Forschung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Das Vorhaben hat nicht nur hohe wirtschaftliche Bedeutung für die Region, da es bereits im Forschungsfeld Informatik existierende Projektcluster und Netzwerke stärkt und hohe Querschnittsfunktionalität für die Ingenieurdisziplinen Sachsens aufweist. Es bietet darüber hinaus auch Anknüpfungspunkte in der nationalen und internationalen Forschungsgemeinschaft und soll Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Nachwuchsforschergruppen und sächsischen Unternehmen ermöglichen, nicht zuletzt auch um mehr renommierte internationale Forscher und mehr ausländische Studierende für den Standort Sachsen zu gewinnen.

Die HTWK Leipzig konnte sich in den vergangenen Tagen über den Förderbescheid für die Nachwuchsforschergruppe ResuS (2) in Höhe von ca. 900.000 Euro freuen. Zehn Nachwuchswissenschaftler, überwiegend Absolventen der HTWK Leipzig, werden sich in den kommenden drei Jahren interdisziplinär mit der Erforschung nachhaltiger und ressourcenschonender Methoden für den Einsatz innovativer technischer Lösungen in den Bereichen Wasserwirtschaft und Erdbau, energetische Gebäudetechnik sowie bauliche Substanzerhaltung beschäftigen. Alle Mitglieder der Nachwuchsforschergruppe streben zusätzlich ihre Promotion an.

Die Nachfrage sächsischer Hochschulen an der Förderung von Nachwuchsforschergruppen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in der Förderperiode 2007 – 2013 ist enorm, stellt Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer fest. Seit 2008 konnten bereits 28 Nachwuchsforschergruppen mit einem Fördervolumen von ca. 30 Millionen Euro gefördert werden. Auch für das nächste Jahr stellt das SMWK über die Richtlinie ESF Hochschule und Forschung weitere 9,5 Millionen Euro für ca. 8-10 weitere Nachwuchsforschergruppen an sächsischen Hochschulen in Aussicht.