TU erfindet das Rad neu

Chemnitz – Forscher der TU Chemnitz haben im Technologiezentrum MERGE eine Neuheit entwickelt, die den Automobilbau revolutionieren könnte.

Bei der Erforschung der verschiedenen Werkstoffe stand die Entwicklung neuer Technologien und Werkstoffverbunde im Fokus. Ziel war es, durch Kombination von verschiedenen Werkstoffen, einen Anwendungsbereich in der Industrie zu schaffen, sodass Produkte mithilfe der neuen Technologie verbessert und zeitgleich kostengünstig und energieeffizent hergestellt werden können.

Bei den prototypischen Untersuchungen stellte sich heraus, dass der neu entwickelte Werkstoffverbund in der Automobilindustrie zur Anwendung kommen könnte. Geboren war die Idee vom Leichtbaurad.

Das entwickelte Leichtbaurad wiegt nur ungefähr die Hälfte eines herkömmlichen Rades. Im Gegensatz zu einem normalen Rad wurde das sogenannte Leichtbausandwich in die Radscheibe integriert, sodass sich keine Beeinträchtigungen während des Fahrens ergeben. Neben der Reduktion des Gewichtes hat ein Leichtbaurad aber auch viele weitere Vorteile.

Das Leichtbaurad wurde unter strengen Kontrollen auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft. Denn trotz des deutlich leichteren Materials durfte das Rad natürlich nicht an Qualität verlieren.

Wann und ob unsere Autos zukünftig mit den Leichtbaurädern fahren, ist bislang noch unklar.

Zulieferer aus der Automobilindustrie sowie anderen Branchen haben jedoch bereits Interesse an dem Werkstoffverbund bekundet.

Eine Serienproduktion wäre wohl aber frühstestens in zwei bis drei Jahren möglich, da bislang lediglich ein Prototyp vorhanden ist.