Tuberkulose – Entwarnung nach weiterem Massentest

Dresden – Das städtische Gesundheitsamt hat nach erneuten Tuberkulose-Tests an den HOGA-Schulen Entwarnung gegeben. Laut Stadtangaben wurden keine akuten TBC-Krankheitsfälle festgestellt. Allerdings seien bei sieben Personen die Bakterien nachgewiesen worden, ohne dass eine Erkrankung vorlag. Sie werden nun ärztlich betreut.

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Entwarnung für die rund 1000 Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der beiden HOGA-Schulen an der Zamenhofstraße, die planmäßig in der Zeit vom 26. Februar bis zum 2. März untersucht wurden: Unter ihnen sind keine neuen Erkrankungsfälle. Die Labor-Tests ergaben lediglich, dass bei sieben Personen Tuberkulose-Bakterien auf den Organismus übertragen wurden. Ein Krankheitsausbruch oder eine Tuberkulose-Erkrankung wurden nicht nachgewiesen. Die sieben positiv getesteten Personen werden nun von Fachärzten medizinisch betreut. In der Regel erfolgt in diesem Fall eine antibiotische Prävention. „Aktuell steht noch die Untersuchung von 29 Personen aus. Sie waren in der letzten Woche verhindert und werden in den nächsten Tagen ihre Blutproben abgeben“, sagt Jens Heimann, Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamtes. Die aktuellen Tests führt das Gesundheitsamt durch, um bei den im Dezember 2017 negativ Getesteten ganz sicher eine Infektion auszuschließen. Das sehen die Fachstandards des öffentlichen Gesundheitsdienstes vor. Diese großflächigen Untersuchungen waren notwendig geworden, nachdem im September 2017 ein erster Fall von Tuberkulose an den HOGA-Schulen an der Zamenhofstraße festgestellt wurde. Bei der daraufhin vorzunehmenden Umgebungsuntersuchung ermittelte das Gesundheitsamt im November und Dezember 2017 vier zusätzliche Erkrankungsfälle. Die letzten Befunde der zweiten Untersuchungsreihe erwartet das Gesundheitsamt bis Ende März. Ein positives Laborergebnis bedeutet, dass ein Kontakt mit dem Tuberkulose-Erreger stattgefunden und der Körper darauf reagiert hat. Das ist aber nicht gleichbedeutend mit einer Erkrankung oder Ansteckungsfähigkeit. Ein positives Testergebnis besagt auch nicht automatisch, dass die infizierte Person an einer Tuberkulose erkranken wird. Weitere Informationen zur Tuberkulose und Antworten auf häufig gestellte Fragen stehen im Internet unter www.dresden.de/tbc.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden