Tunnelbau: „Dreckiger“ Protest in Leipzig

Leipzig - In Leipzig haben rund 40 Aktivisten mit einer außergewöhnlichen Aktion gegen den Bau des Ostsee-Tunnels ein Zeichen gesetzt. Der Verein Beltretter befürchtet, dass die Ostsee jahrelang getrübt und die Strände verschmutzt sein könnten. Außerdem befürchten er negative Auswirkungen auf die Natur.  

Mit einer außergewöhnlichen Aktion hat der Verein Beltretter vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig auf sein Anliegen aufmerksam gemacht. Dargestellt ist eine typische Strandszene, nur dass die Badegäste am ganzen Körper mit Matsch verdreckt sind. Mit der Aktion wollen die rund 40 Teilnehmer auf die Auswirkungen des geplanten Ostsee-Tunnelbaus, dem Fehmarnbelttunnel, aufmerksam machen.

Die Aktivisten fürchten nicht nur trübes Wasser und verschmutzte Strände, sondern auch Auswirkungen auf die Umwelt. Auch die Wirtschaft, vor allem aber der Tourismus soll den Aktivisten nach die Auswirkungen zu spüren bekommen. Dazu kommt, dass laut Beltretter nur etwa 12.000 Fahrzeuge den neuen Tunnel nutzen würden. Und des gibt schon jetzt Alternativen, wie etwa eine Fährverbindung.

© Leipzig Fernsehen

Beltretter fordern, die Pläne zu prüfen

Der Fehmarnbelttunnel soll zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland lang führen. Während der Bau vor vier Jahren schon vom dänischen Parlament genehmigt wurde, gibt es von deutscher Seite bislang kein grünes Licht. Die Beltretter fordern nun die Akteure und Entscheider auf, die vorhandenen Pläne zu prüfen.

Urteil dauert noch Monate bis Jahre

Die Klagefrist gegen das Bauprojekt ist gerade erst abgeschlossen. Vor dem Bundesverwaltungsgericht sind in dieser Sache 10 Klagen von acht Klägern eingegangen. Mit einem Urteil wird allerdings erst in 1 bis 2 Jahren gerechnet.