Turbulentes Sachsenderby in der 2. Eishockey-Bundesliga

Lausitzer Füchse gewinnen gegen Eispiraten Crimmitschau knapp mit 4:3. Eisstadion musste aufgrund von Bengalo-Zündern evakuiert werden. +++

In einem turbulenten Sachsenderby in der 2. Eishockey-Liga haben die Lausitzer Füchse aus Weißwasser die Eispiraten Crimmitschau mit 4:3 knapp geschlagen.Die blau gekleideten Gastgeber aus der Lausitz gingen als Tabellendritter gegen den Tabellenzwölften aus Westsachsen als klarer Favorit ins Spiel. Vor rund 3.000 Zuschauern entwickelte sich allerdings ein Duell auf Augenhöhe. Zunächst ging der Gast aus Crimmitschau durch Alexander Hutchings in der 13. Spielminute in Führung. Fast mit der Pausensirene konnten die Gastgeber durch einen Weitschuß von Andre Mücke ausgleichen. Im zweiten Drittel erzielte dann Weißwasser durch einen Treffer von Markus Lehnigk das 2:1. Postwendend konnten diesmal die Eispiraten durch Mike Card in Überzahl gleichziehen.

Der Schlußabschnitt gestaltete sich äußerst turbulent. Erst schoss Kevin Lavallee die Hausherren zum 3:2. Zwei Minuten vor Spielende staubte Marvin Tepper zum 3:3 ab. Offenbar aus Freude über den Ausgleich brannten im Gästeblock einigen Anhängern der Eispiraten die Sicherungen durch – sie zündeten verbotener Weise bengalisches Feuer an. Ein Rauchmelder sprang an und das Stadion musste für eine Viertelstunde evakuiert werden.
Für die Crimmitschauer kam es dann noch bitterer. Nach Wiederanpfiff des Spiels erzielte Scott King das 4:3 für Weißwasser. In den verbleibenden 45 Sekunden schafften die Eispiraten nicht mehr den Ausgleich. Neben der knappen Niederlage wird auf die Westsachsen wohl noch eine Strafe für das Fehlverhalten einiger ihrer Fans zukommen.