Typisierung hilft Leben retten – Dresdner Schüler helfen

Bei Krebs hilft oftmals nur eine Knochenmarkspende zum Überleben. Deshalb finden immer wieder Typisierungen der Deutschen Knochenmarkspende statt. So auch sehr erfolgreich an einer Dresdner Schule. +++

Das sind Linda Kluttig und Melanie Krahl. Beide sind Schülerinnen am Beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft Dresden „Prof. Dr. Zeigner“ auf der Melanchthonstraße.

Sie sind zwei der vielen Freiwilligen Schüler, die sich typisieren lassen wollen. Das bedeutet, beide werden in eine Kartei der Deutschen Knochenmarkspende aufgenommen. Dazu geben die beiden jungen Frauen eine Speichelprobe auf Wattestäbchen ab.

Eine solche Typisierungsaktion hat es an der Schule schon einmal gegeben. Damals organisierte die Lehrerin Kirstin Müller die Aktion, denn in ihrer Familie ist betroffen. Nun aber hat Melanie Krahl die Initiative ergriffen, Kirstin Müller unterstützte sie und organisierte die Aktion.

Interview mit Melanie Krahl, Schülerin (im Video)

Das dachten sich auch ihre Mitschüler. Etwa 270 Kameraden nehmen teil. Wie die Typisierung abläuft , darüber hat die Schule aufgeklärt.

Interview mit Konstantin Samaras, Schulleiter (im Video)

Mit der Aufnahme in die Spenderkartei kann vielen Leukämiepatienten geholfen werden.
So zum Beispiel auch dem Bruder des Dresdners Tom Keiling. Nach einem Bandscheibenvorfall kam dieser ins Krankenhaus. Dort bekam er die niederschmetternde Diagnose Leukämie.

Tom Keiling hilft wo er kann. Zum Beispiel unterstützt er die DKMS finanziell.

Interview mit Tom Keiling, …will seinem Bruder helfen (im Video)

Ein weiterer Fall bewegte die Dresdner im Februar. In einer groß angelegten Typisierungsaktion in der HTW Dresden wurden Stammzellenspender für den 15-Monate alten Emilio aus Dresden gesucht.

Der Junge bekam im September 2011 die Diagnose Leukämie. Trotz dieser umfangreichen Erfassung, konnte kein passender Stammzellenspender gefunden werden. Emilios Mutter sprang ein, auch wenn die Übereinstimmung nicht optimal war. Vor einer Woche wurde transplantiert.

Wie uns Emilios Oma Diana Hartmann am Telefon sagte, vertrage der kleine Dresdner die Spende gut, er fühle sich wohl. Jetzt müsse man abwarten, wie sein Immunsystem darauf reagiere.

Jeder kann helfen und sich registrieren lassen.

Interview mit Kerstin Zinßmann, Mitarbeiterin DKMS-Labor (im Video)
 
Die Typsierungsaktion in der Zeigner-Schule findet alle drei Jahre statt. Wer sich auch typisieren lassen will, kann ins Mildred Schel Haus im Dresdner Uniklinikum kommen.

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