Über 1 Million Euro Fördergeld für Dresdner Fabrikgebäude

Die Sanierung des alten Fabrikgebäudes „Riesaer Straße 32“ wird mit 1,35 Millionen Euro von Stadt, Freistaat und Bund gefördert. Die Genossenschaft Zentralwerk eG will in dem Gebäude Wohnen, Arbeiten und Kunstproduktion verbinden. +++

Das alte Fabrikgebäude “Riesaer Straße 32” liegt seit Jahren brach. In dieser Fabrik möchte die aus dem Verein friedrichstadtZentral e.V. hervor gegangene Genossenschaft Zentralwerk nun Wohnen, Arbeiten und Kunstproduktion unter einem Dach etablieren.

Gleichzeitig soll an die wechselvolle Geschichte des Gebäudes als Rüstungsbetrieb während des Krieges erinnert werden. Die Bunkertürme wurden von 1944 bis 1945 als Außenlager des KZ Flossenburg genutzt.

Die neuen Nutzer wollen sich dieser Verantwortung stellen und gleichzeitig eine neue, in die Zukunft gewandte Nutzung mit Kulturarbeit und Kunstproduktion anbieten.

Freistaat Sachsen und Bund werden dieses Projekt mit einer Fördersumme von 900 000 Euro unterstützen. Die Stadt Dresden stellt einen Eigenanteil von 450 000 Euro zur Verfügung. Insgesamt erhält das Vorhaben somit einen Zuschuss von etwa 1,35 Millionen Euro.

Der Erste Bürgermeister Dirk Hilbert und der Sächsische Innenminister Markus Ulbig unterzeichneten die “Städtebauliche Vereinbarung zur Förderung und Sanierung des Fabrikgebäudes Riesaer Straße 32” im Dresdner Rathaus.

Die Genossenschaft Zentralwerk eG übernimmt die Sanierung der Gebäude und setzt zukünftig das Konzept aus Wohnen, Arbeiten und Kunst um. Seit Januar 2015 arbeitet ZENTRALWERK eG an der denkmalgerechten Sanierung und dem Erhalt der Bausubstanz des Gebäudekomplexes. Baubeginn soll im Sommer 2015 sein. Der Abschluss des Baus ist für Ende 2016 geplant.  Die Baukosten liegen bei etwa 5,72 Millionen Euro. Damit wird ein Mindeststandard zur Gebäudenutzung erreicht.

Für Ballsaal und Gemeinschaftshaus sind darüber hinaus weitere Mittel notwendig für die Sanierung von Dach, Parkett und Sanitärbereich, um das Gebäude nicht nur zu sichern, sondern auch nachhaltig bespielbar zu machen. Hier werden auch in Zukunft Zuwendungen und Spenden benötigt.

Verwirklicht wird das Gesamtprojekt von der eigens gegründeten Genossenschaft “Zentralwerk Kultur- und Wohngenossenschaft Dresden eG”. Auf Basis der seit 2005 gewachsenen Gemeinschaft um den Kulturverein friedrichstadtZentral e. V. wird mithilfe der gemeinnützigen Stiftung trias bezahlbarer Raum für selbstbestimmtes Leben und Schaffen etabliert. Die Stiftung trias hat das Objekt im Januar 2015 gekauft, die Genossenschaft Zentralwerk hat mit der Stiftung einen Erbbaurechtsvertrag über 99 Jahre geschlossen. So verbindet die Genossenschaft Wohnen, Arbeiten, Kunst und Kultur auf einem Gelände. Der weiterhin bestehende friedrichstadtZentral e. V. hat sein neues Zuhause im Ballsaal des Zentralwerks in der Riesaer Straße 32 in Dresden-Pieschen gefunden und realisiert dessen kulturelle Nutzung.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden