Über 240.000 Euro für Reichenbach

Die Stadt Reichenbach erhält insgesamt über 240.000 Euro aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE).

Innenstaatssekretär Dr. Michael Wilhelm übergab den Förderbescheid am Donnerstag persönlich.

Das brachgefallene Industriegelände befindet sich im nördlichen Randgebiet der Stadt. Die Fabrikanlage wurde im Jahr 1891 errichtet und mehr als 100 Jahre zur Herstellung textiler Rohstoffe und Stoffe genutzt. Nach der Wiedervereinigung wurde zunächst unter der Leitung der Vogtlandstoffe GmbH weiterproduziert.

Im Jahr 1995 wurde der Betrieb stillgelegt. Die Gebäude stehen seitdem leer, das Dach ist teilweise eingestürzt. Die völlig marode Bausubstanz stellt nicht nur einen gravierenden städtebaulichen Missstand, sondern auch eine Gefahr für die Öffentlichkeit dar.

Nach mehreren erfolglosen Versuchen, das Grundstück vom privaten Eigentümer käuflich zu erwerben, wurde die Stadt im Januar 2011 durch Zuschlag im Rahmen eines Zwangsversteigerungsverfahrens Eigentümerin des Grundstücks.

Es ist beabsichtigt, sämtliche Gebäude und Anlagen abzureißen und die freigewordene Fläche herzurichten. Aufgrund der Lage im naturnahen städtebaulichen Randbereich soll die frei werdende Fläche dauerhaft renaturiert werden. Das dient der Erweiterung der städtischen Grünflächen und steht im Einklang mit dem Flächennutzungsplan und dem städtebaulichen Entwicklungskonzept der Stadt Reichenbach.

Innenstaatssekretär Dr. Michael Wilhelm: „Mit dem Geld kann dieser Schandfleck nun endlich aus dem Stadtbild von Reichenbach verschwinden. Die geplanten Maßnahmen zur Begrünung sind eine gute Sache. Damit wird städtebaulich ein optimaler Übergang zwischen dem Stadtgebiet und der schönen Umgebung geschaffen.“

Quelle: Sächsisches Staatsministerium des Innern

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