Über 36 Millionen Euro für Dresdens Straßen

Dresden - Autofahrer in Dresden müssen sich auch in diesem Jahr auf Verkehrsbehinderungen einstellen, denn es wird saniert. Eine ganze Reihe an Projekten wurde schon 2019 umgesetzt, doch die Baumaschinen stehen natürlich nicht still. Ein Großprojekt wie die Kesselsdorfer Straße steht jedoch nicht an.

Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Bau und Stadtentwicklung sagt, die größte Herausforderungen seien in diesem Jahr vor allem die Brückenbauvorhaben. Auf Straßenbaustellen würde man keine "großen, glanzvollen Projekte" bearbeiten, sondern viele kleine Maßnahmen. Diese seien auch sehr wichtig und fordern aufgrund der Anzahl ein hohes Maß an Koordination.

Trotzdem wäre es unvermeidbar, dass zeitweise Einschränkungen durch Baustellen entstehen, erklärt Schmidt-Lamontain. Eine sensible Stelle sei zum Beispiel die Großenhainer Straße, die unter den Schienen des Neustädter Bahnhofes lang führt. Dort, sowie an anderen Orten der Stadt werden die Schienen für die neuen Stadtbahnen verbreitert. Die Großenhainer Straße ist jedoch nur ein Projekt von vielen. Es gibt unter anderem auch Pläne für die Königsbrücker Straße, Güntzstraße, Bautzner Landstraße, Pfotenhauer Straße und den Langen Weg. Überall dort sind viele Maßnahmen geplant.

Der kommissarischer Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes Dresden, Robert Franke zählt unter anderem Barrierefreie Einstiege an Haltestellen, Querungshilfen für Fußgänger, Wechsel von Pflaster zu Asphalt, Lichtsignalanlagen, sowie von Bäumen und Begrünung zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität.

Das Investitionsvolumen im Jahr 2019 lag bei 36 Millionen Euro, sagt Robert Franke. Da das Straßen- und Tiefbauamt Dresden aber jährlich einen Abschreibungsbetrag, also Wertverlust von 54 Millionen Euro in den Büchern stehen hat, wolle man die Investitionen für 2020 erhöhen. Wenn gebaut wird, geht dies manchmal zu Lasten eines Verkehrsmittels. Der ÖPNV steht enger im Fokus, aber auch für Fahrradfahrer gibt es einige positive Botschaften:

Geplante Maßnahmen für Fahrräder sind an folgenden Orten:

• Albertstraße (bauliche Anpassungen, Radfahrstreifen)
• Körnerweg, temporäre Ertüchtigung (Asphalt)
• Königsbrücker Straße – zwischen Hermann-Mende-Straße und Stauffenbergallee (bauliche Anpassungen, Radstreifen stadtwärts)
• Radverkehrsanlagen Julius-Vahlteich-Straße, 2. Teilabschnitt
• Sophienstraße (Oberfläche)
• Grenzstraße (Schutzstreifen bzw. Radfahrstreifen)
• Bautzner Straße/Brockhausstraße (Querungshilfe)
• Wernerstraße, zwischen Lübecker Straße und Columbusstraße (Radfahrstreifen)
• Winterbergstraße/Karcherallee/An der Pikardie (Verbesserung Radführung am Knotenpunkt)
• Ludwig-Kossuth-Straße (Schutzstreifen)
• Radeburger Straße (Schutzstreifen bzw. Radfahrstreifen)
• Terrassenufer zwischen Landtag und Synagoge (Radfahrstreifen)
• Stauffenbergallee/Rudolf-Leonhard-Straße (Vollsignalisierung)