Über 75.000 Euro Spenden für medizinische Versorgung von Flüchtlingen in Dresden

Beim Spendenlauf „Run and Roll“ durch den Großen Garten im Oktober sind über 75.000 Euro gespendet worden. „Das übertrifft unsere Erwartungen bei Weitem.“, so Mitorganisatorin Luise Mundhenke. +++

Gut vier Wochen nach dem Spendenlauf „RUN AND ROLL“ sind alle  Rechnungen bezahlt, alle Spendendosen ausgezählt und die finale Gesamtsumme steht fest. Die Dresdnerinnen und Dresdner haben am  4.Oktober nicht nur ein wunderbares Signal für Hilfsbereitschaft und  gegen Fremdenfeindlichkeit ausgesendet, sondern auch noch die  unglaubliche Summe von exakt 75.210,08 Euro zusammengetragen. „Das  übertrifft unsere Erwartungen bei Weitem. In der Vorbereitungsphase  hatten wir uns ungefähr die Hälfte dieser Summe zum Ziel gesetzt.“  sagt Luise Mundhenke, Projektleiterin bei der Cellex Stiftung und eine der Organisatorinnen des Spenden-Events.

Bereits auf der Bühne im Großen Garten konnten Eric Hattke und  Gabriele Feyler, Sprecher des Netzwerks „Dresden für Alle“, und Prof.  Claus Rüger, Geschäftsführer der Carus Management GmbH, der Stiftung  Hochschulmedizin Dresden einen symbolischen Scheck über 40.000 Euro  überreichen. Dass die tatsächliche Summe nun noch einmal deutlich  höher ausfällt, liegt vor allem an den Spenden, die die Teilnehmer bei  der Online-Anmeldung direkt mit haben abbuchen lassen sowie an den  spontanen Nachmeldungen und den Barspenden vor Ort. „Der Erfolg dieser  Veranstaltung zeigt die große Bereitschaft der Menschen in und um  Dresden sich für geflüchtete Menschen einzusetzen. Solche wichtigen  Projekte, die auf Langfristigkeit ausgelegt sind, benötigen wir in  Dresden. Wir möchten uns daher bei allen Helfern und Teilnehmenden  herzlich bedanken“ so Eric Hattke, Sprecher des Netzwerkes „Dresden  für Alle“.

Das gesammelte Geld wird an die Stiftung Hochschulmedizin übergeben. Von dort aus kommt es in den folgenden Monaten seinem Zweck zugute,  die ärztliche Versorgung geflüchteter Menschen in Dresden zu  verbessern. Mit der Summe wird ein Koordinator finanziert, der in der  Flüchtlingsambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung dafür sorgt, dass  Asylsuchende mit gravierenden gesundheitlichen Problemen bei Bedarf  von Spezialisten untersucht und behandelt werden. Dieser Case-Manager  oder Patientenlotse organisiert Termine bei einem niedergelassenen  Facharzt, den Spezialambulanzen des Universitätsklinikums oder anderer  Dresdner Krankenhäuser und klärt ab, welche Institution die  Behandlungskosten übernimmt. „Die beeindruckende Resonanz auf den  Aufruf zum Spendenlauf und die vielen Zuwendungen der Teilnehmer  machen Mut. Sie sind ein klares Zeichen, dass die Mehrheit der  Dresdner für Weltoffenheit und die Solidarität mit den geflüchteten  Menschen steht. Wir sind uns sicher, dass die Arbeit des Lotsen  künftig eine zügigere und auch bessere Versorgung schwer kranker  geflüchteter Menschen sicherstellen kann“, sagt Prof. Michael  Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav  Carus.

Beim Spendenlauf „RUN AND ROLL – Dresden bewegt sich“ hatten am 4.  Oktober über 3.200 Teilnehmer auf einer 5,7 Kilometer langen  Strecke durch und um den Großen Garten zu Fuß, mit Fahrrad, Rollstuhl,  Skateboard oder Kinderwagen ein Zeichen für ein weltoffenes,  hilfsbereites Dresden gesetzt. Zudem haben über 30 Sponsoren aus der  Privatwirtschaft die Aktion unterstützt. Schirmherren von „RUN AND  ROLL“ waren die sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und  Integration, Petra Köpping, sowie der Dresdner Oberbürgermeister Dirk  Hilbert.

Quelle: Dresden für alle

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