Über eine Million Besuche in den Leipziger Städtischen Bibliotheken

Leipzig - Bei über einer Million Besuchern im vergangenen Jahr ist die Behauptung, die Leipziger Städtischen Bibliotheken (LSB) wären 2016 gut besucht gewesen, fast schon eine Untertreibung. Trotzdem waren es knapp 70.000 Besuche weniger als im Jahr davor.

Zwar gab es rund 240.000 Entleihungen weniger als noch im Vorjahr, dafür wuchs die Zahl der Online-User immer weiter. 2016 waren es insgesamt 2,7 Millionen virtuelle Besuche. Über diese und weitere Themen informierten am Freitag Bibliotheksverantwortliche in ihrem Bilanzbericht. Auch Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (DIE LINKE) zieht ein durchaus positives Fazit: "Die Bibliotheken werden von den Leipzigern gut angenommen. Uns freut, dass insbesondere Migranten die Bibliotheken als beliebteste und bekannteste Institution schätzen." Die Leipziger Städtischen Bibliotheken haben im interkulturellen Bereich Pionierarbeit geleistet, so Skadi Jennicke. "Sie arbeiten in Kooperation mit verschiedenen mehrsprachigen Vereinen. Die Bibliotheken bieten in diesem Rahmen Führungen und Medien in leichter Sprache an."    

© SACHSEN FERNSEHEN

Für diese Inklusionsarbeit wurden die Leipziger Städtischen Bibliotheken im vergangenen Jahr mit dem Sächsischen Bibliothekspreis ausgezeichnet.

Highlight der Stadtbibliotheken wird in diesem Jahr unter anderem die Wiedereröffnung der Bibliothek Plagwitz sein. Aufgrund von Sanierungsarbeiten musste das Gebäude Ende Januar 2016 geschlossen werden. "An der Gesamt-Ausleihquote hat man gemerkt, dass dieser Standort fehlt", so Jennicke weiter. "Am 22. April diesen Jahres werden wir die Einrichtung der Bevölkerung öffnen." 

Die Stadtbibliotheken und die Stadt Leipzig sind sich sicher, dass sich die Investitionen in die Sanierung lohnen werden. So erwarten sie, dass die Bibliothek Plagwitz "Georg Maurer" nach der Modernisierung ähnlich gut frequentiert wird wie die Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz.