Übigau-Ufer droht erneut zu vermüllen

Das Dresdner Jobcenter hat in Übigau die Maßnahme zur Reinigung des Übigauer Elbufers gestoppt. Gestrüpp und Müll behindern erneut den Elbeweg. +++

Ein Jahr ist es jetzt her, dass fleißige Männer und Frauen das Übigauer Elbufer von Unrat befreit und die Sträucher verschnitten haben. Die Maßnahme, beantragt durch das Sächsische Umschulungs- und Fortbildungswerk, war vom 1. Juni bis zum 30. November 2010 von der ARGE Dresden bewilligt worden.

Die Hälfte des Weges ist derzeit weitgehend frei von Gestrüpp. Nun, ein Jahr später, hätte die nächste Etappe angestanden. Doch die ARGE – jetzt Jobcenter – hat den Folgeantrag des SUFWs nicht bewilligt. In der Begründung heißt es:

„Die Orientierung der Arbeitsmarktpolitik auf die Eingliederung in Arbeit vor dem Hintergrund des Wirtschaftsaufschwungs, der demografischen Entwicklung sowie des steigenden Fachkräftebedarfes bedingt neben der Haushaltsreduzierung, …, Einschnitte im Bereich des 2. Arbeitsmarktes. Auf diese muss das Jobcenter in seiner strategischen Ausrichtung reagieren. Die benannte Maßnahme liegt derzeit nicht im Rahmen der möglichen Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung…“
 
Ein derber Schlag für Elfriede Schubert aus Dresden, schließlich hat sie den Stein ins Rollen gebracht und sich für die Reinigung des Elbufers in Übigau rege eingesetzt. Sie sieht die Leidtragenden in dieser Sache in den Anliegern.

Interview mit Elfriede Schubert, setzt sich für das Übigauer-Elbufer ein 

Entsetzt gewesen über das Aus der Maßnahme ist auch der Pächter des Schlossparkes Übigau. Schließlich geht der zugewachsene Uferweg genau an seiner Sommerwirtschaft vorbei.

Interview mit Winfried Pfeil, Betreiber der Sommerwirtschaft Schloss Übigau

Ideen gibt es da schon. So wünscht sich zum Beispiel Elfriede Schubert folgendes:

Interview mit Elfriede Schubert, setzt sich für das Übigauer-Elbufer ein

Jetzt kämpft die Dresdnerin aber erst Mal weiter, dass die Maßnahme wieder aufgenommen werden kann. Wenn alle Stränge reißen, will sie sich mit Sozialbürgermeister Martin Seidel treffen.
Denn wie schon das Jobcenter in seiner Erklärung mitteilte, liege die „Zuständigkeit und grundsätzliche Pflege für dieses Gebiet … bei der Landeshauptstadt Dresden“.

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