Ulbig plant als OB Wohnungsbauprogramm für Dresden

5000 neue Wohnungen sollen angespannten Mietmarkt in Dresden entlasten. +++

Markus Ulbig will ein neues kommunales Wohnungsbauprogramm initiieren: „Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten haben wir innerhalb Dresdens noch städtische Flächen oder Flächen städtischer Unternehmen, wie DREWAG, DVB oder der STESAD, deren Potenziale ungenutzt sind. Diese könnten als Einlage in eine Städtische Wohnungsbaugesellschaft eingebracht werden.

Kombiniert mit einem Gesellschafterdarlehen aus vorhandenen Kassenmitteln der Stadt können hier in den nächsten Jahren zusätzlich bis zu 5.000 kommunale Wohnungen in einer neuen noch zu gründenden Gesellschaft (DREWO) entstehen. Diese würden zusätzlich zu den bereits ausgewiesenen Entwicklungsflächen in verschiedenen Planungsständen für ca. 7.000  Wohneinheiten, die durch Private errichtet werden sollen, eine spürbare Entlastung für den Wohnungsmarkt bedeuten und ferner die Wachstumspotentiale der Stadt nachhaltig stärken. Die Privatwirtschaft muss dabei in diese Überlegungen einbezogen werden.“

„Ich bin überzeugt davon“, so Ulbig weiter, „dass zusammen mit der im Rahmen des WOBA-Verkaufs, zwischen der Stadt und der GAGFAH abgeschlossenen Sozialcharta, preiswerter Wohnraum für Wohnberechtigungsscheininhaber langfristig gesichert und eine nachhaltige Stabilisierung des Mietwohnungsmarktes gelingen wird.“

Die neue Gesellschaft soll mittelfristig 5.000 neue Wohnungen bereitstellen und ein Anlagevermögen von weit über einer halben Milliarde Euro haben.

Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Dresdner Stadtrat, André Schollbach nannte Ulbigs Aussagen ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver: „Am Abend werden die Faulen fleißig. Herr Ulbig muss angesichts seiner zahlreichen Pannen als Innenminister ziemlich verzweifelt sein. Nachdem die CDU jahrelang die Gründung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft verhindert hat, vertritt sie nun kurz vor der OB-Wahl eine andere Position. LINKE, Grüne und SPD werden dem Stadtrat in Kürze einen Antrag zur Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft zur Beschlussfassung vorlegen.“