Umbau des Kulturpalastes startet im August

Nachdem sich der ursprüngliche Terminplan verschoben hat, ist der Baubeginn für den Umbau des Kulturpalastes nun für den August dieses Jahres vorgesehen. Die Fertigstellung verschiebt sich dadurch auf den März 2017. +++

Die Planungen zum Umbau des Dresdner Kulturpalastes konnten nach dem Beschluss des Doppelhaushaltes 2013/14 im Januar zügig fortgeführt werden. Die Bürgermeister Dr. Ralf Lunau (Kultur) und Hartmut Vorjohann (Finanzen und Liegenschaften) informieren heute die fraktionsübergreifend besetzte Lenkungsgruppe zum aktuellen Stand des Projektes:

Danach wird die Ausschreibung der ersten Bauaufträge noch im April erfolgen, der Baustart ist für August dieses Jahres vorgesehen. Gegenüber dem ursprünglichen Terminplan von Anfang 2012 verschiebt sich die Fertigstellung des Gebäudes einschließlich des neuen Konzertsaals nun auf März 2017. Ursprünglich war eine Fertigstellung für Ende 2015 geplant.

Die Gründe für den Zeitverzug liegen zum einen in der Beschlussfassung über ein neues Finanzierungskonzept, welches nach dem Anfang 2012 bekannt gewordenen Ausfall der avisierten EU-Förderung notwendig geworden war (siehe auch Pressemitteilung und Präsentation vom 14. März 2012). Letztlich wurde erst mit Haushaltsbeschluss des Stadtrates im Januar 2013 und der Genehmigung des Haushalts durch die Landesdirektion im März 2013, also mit einem Jahr Verzögerung, die Finanzierung für das Projekt sichergestellt. Zum anderen berücksichtigt der Terminplan nun die aktuellen Kenntnisse zum Einbau einer Konzertsaalorgel. Diese Initiative des Fördervereins der Philharmonie, die von der Stadt sehr begrüßt wird, war in den ursprünglichen Planungen der Stadt nicht enthalten und verlängert die Bauzeit im Saal um weitere vier Monate.
Trotz der späteren Fertigstellung kann das Baubudget von 81,5 Millionen Euro gehalten werden, da es gelungen ist, die Baupreissteigerungen infolge des späteren Baubeginns durch Optimierungen in der Planung zu kompensieren.

Dazu Kulturbürgermeister Dr. Ralf Lunau: „Ich bin grundsätzlich froh, dass es einen Konsens zwischen allen Planungsbeteiligten über die neuen Termine gibt. Das erhöht die Sicherheit dieses Zeitplans. Für die Kultureinrichtungen, welche in den Kulturpalast einziehen sollen, und insbesondere für die Dresdner Philharmonie bedeuten diese Termine allerdings zusätzliche Belastungen. Obwohl der Konzertbetrieb außerhalb des Kulturpalastes bislang erfreulich gut funktioniert, ist mit einer Übergangszeit von nunmehr fast fünf Jahren die Grenze des Zumutbaren für das Orchester erreicht. Der tatsächliche Baubeginn wird das Orchester jedoch in seiner künstlerischen Arbeit beflügeln.“

Ob die Interimsphase für die Dresdner Philharmonie und die Städtischen Bibliotheken, die aus dem neuen Terminplan resultiert, unter dem Strich zu Mehrbelastungen des kommunalen Haushalts führt, bleibt abzuwarten. Im Moment beläuft sich der Mehraufwand des Orchesters für den Spielbetrieb außerhalb des Kulturpalastes auf ca. 1,8 Millionen Euro pro Jahr und bei den beiden betroffenen Städtischen Bibliotheken fallen im Moment noch jährlich Mietkosten von ca. 460 000 Euro an, allerdings spart die Stadt derzeit auch den Zuschuss für den laufenden Betriebsaufwand des Kulturpalastes, der in der Vergangenheit bei ca. 1,8 Mio Euro pro Jahr lag.

Quelle: Dresden – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit