Umgebauter Linienbus tourt derzeit durch Sachsen – Stasi Austellung unterwegs

10.000 Besucher seit Mai – Erfolgreiche Halbzeitbilanz der Ausstellung „1989 [Unser Aufbruch] 2009“

Bereits 10.000 Besucher haben sich im Ausstellungsbus der Sächsischen Staatsregierung und des Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen über die Ereignisse des Herbstes `89 informiert. Dies ist die erfolgreiche Halbzeitbilanz der Ausstellung mit dem Titel „1989 [Unser Aufbruch] 2009“, die in einem umgebauten Linienbus derzeit durch Sachsen tourt. „Dieser Erfolg gibt uns recht, dass wir mit einer mobilen Ausstellung den richtigen Weg gegangen sind. Es war und ist unser Anliegen, dass sich zwanzig Jahre nach der Friedlichen Revolution so viele Leute wie möglich diese Ausstellung ansehen können“, sagte Ministerpräsident Stanislaw Tillich.
 
Nachdem der Ausstellungsbus bereits in 19 Orten zu sehen war, wird er nun noch bis November in 18 weitere Städte fahren. Die Tour endet am 11. November 2009 in Dresden. Bis zum 10. August ist die Ausstellung noch in Borna zu sehen, ab 11. August dann in Grimma. Der Eintritt ist kostenfrei. Besuchern steht die rollende Ausstellung zwischen 10 – 18 Uhr offen. Führungen können beim Betreuungspersonal vereinbart werden

Die Wanderausstellung wurde gemeinsam von der Sächsischen Staatskanzlei und dem Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen konzipiert. Sie ist in drei Themenbereiche gegliedert:
 
Im ersten Teil erfolgt eine Bestandsaufnahme des DDR-Alltags in den 1980er Jahren.

Im zweiten Teil folgt eine ereignisgeschichtliche, chronologische Betrachtung der Umbruchsereignisse.

Der dritte Teil stellt ähnlich wie der erste anhand verschiedener Aspekte eine Art Bilanz der Friedlichen Revolution dar. In der Ausstellung „1989 [Unser Aufbruch] 2009“ werden bewusst die Akteure der Friedlichen Revolution in den Mittelpunkt gestellt. So kommen im Ausstellungsbus zahlreiche Zeitzeugen zu Wort, die 1989 aus ganz unterschiedlichen Beweggründen gegen die SED-Herrschaft opponierten. Fünf Multimedia-Stationen geben Interviews von Zeitzeugen und historische Mitschnitte wieder. Darüber hinaus können sich die Besucher über eine digitale Sachsenkarte interaktiv über die damaligen Ereignisse in ihrer Region informieren.

Ziel der Ausstellung ist es, sowohl an die Friedliche Revolution vom Herbst `89 zu erinnern als auch gerade jungen Menschen die Ereignisse von damals anschaulich zu vermitteln.

Daher bietet der Sächsische Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen in den Ausstellungsorten parallel zur Tour des Busses auch noch ein neues Projekt für Schulen an. „Alles auf Hoffnung“ ist eine Performance, die die Friedliche Revolution in die Klassenzimmer holt. Dazu hat Theaterdramaturgin Heike Müller-Merten zusammen mit Dresdner und Leipziger Schauspielern ein Stück entwickelt, das mit authentischen Dokumenten und Originaltönen die damalige Atmosphäre für Jugendliche erfahrbar macht. Die Schauspieler schaffen einen sinnlichen Zugang zu den Ereignissen und erlauben einen Blick aus verschiedenen Perspektiven.

Das kostenfreie Angebot richtet sich an alle sächsische Schulen. Interessierte Schulen wenden sich an die Sächsische Staatskanzlei: Tel.: 0351-564-1443; E-Mail: 20Jahre@sk.sachsen.de

Informationen zu den Ausstellungsterminen erhalten Sie unter www.89-90.sachsen.de

Quelle: Stadt Dresden

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