Umgestaltung des Martin-Luther-Platzes

Vom 16. Juni bis zum 12. Dezember wird der Martin-Luther-Platz umgestaltet und grundhaft ausbaut. Die Arbeiten umfassen den gesamten Straßenraum und sollen die Verkehrsverhältnisse verbessern sowie die Aufenthaltsqualität erhöhen.+++

Das Straßen- und Tiefbauamt, die DREWAG, die Stadtentwässerung und Kabel Deutschland lassen vom 16. Juni  bis zum 12. Dezember den Martin-Luther-Platz umgestalten und grundhaft ausbauen. Die Arbeiten umfassen den gesamten Straßenraum und sollen die  Verkehrsverhältnisse verbessern sowie die Aufenthaltsqualität erhöhen.

Aufgrund der Platzverhältnisse kann nur unter Vollsperrung der Straße gebaut werden. Der Bau beginnt am nördlichen Platz und schließt den Brunnenplatz mit ein. Diese Arbeiten dauern bis voraussichtlich Ende September. Anschließend starten im Oktober die Bauarbeiten auf der südlichen Platzhälfte, auch wieder unter Vollsperrung. Die Zufahrtsmöglichkeiten werden in dieser Zeiträume stark beschränkt sein. Die Eingänge der Häuser bleiben zu Fuß erreichbar. Parkplatzsuchende werden gebeten, die Parkhäuser auf der Bautzner Straße und der Kamenzer Straße zu nutzen.

Der grundhafte Ausbau erfolgt unter denkmalschutzgerechten Aspekten. Für eine barriere- und lärmarme Oberfläche erhält die gesamte Fahrbahn rotes Granitkleinpflaster mit ebener Oberfläche. Die Fußwege werden mit Granitkrustenplatten versehen. Der an den Gebäuden verbleibende Randstreifen bekommt Kleinpflaster. An den Kreuzungen und Querungsstellen befestigen die Bauleute die Oberfläche mit Granitkleinpflaster.

Die Ergebnisse der Bürgerbefragung aus dem Jahr 2008 und Abstimmungen mit den Anwohnern sind in die Planungen eingeflossen. So ist vorgesehen, den ruhenden Verkehr neu zu ordnen, wobei sich die Zahl der Parkplätze reduziert. Die Gestaltung der Parkflächen und der Zufahrt vor der Kirche erfolgt mit dem vorhandenen Wildpflaster. Eine Besonderheit stellen die Stellflächen für Menschen mit Behinderung am Gemeindehaus dar. Hier kommt ebenes Großpflaster zum Einsatz. Der Martin-Luther-Platz erhält insgesamt 43 neue Fahrradständer. Poller sichern die Zufahrt zur Kirche.

Im westlichen inneren Platz um den Kugelbrunnen werden die Oberflächen sowie die Entwässerung im Bestand erneuert. Im östlichen Halbrund um die Kirchenapsis liegt die Baugrenze an der Grünfläche. Diese bleibt unverändert, das vorhandene rote Rechteckkleinpflaster wird wieder eingebaut.

Weiterhin sind das Fällen von drei Bäumen und zehn Neupflanzungen vorgesehen. Vier Bäume werden im östlichen Platzbereich, an der Kirchenapsis, nachgepflanzt. Die Neupflanzung von weiteren Bäumen ist im Westen des Platzes geplant. Dabei stehen nach Abschluss der Arbeiten zwei Säulen-Tulpenbäume als Portalbäume an der Einmündung zur Martin-Luther-Straße (Richtung Bautzner Straße). In den Baumscheiben sollen Beetrosen und Bodendeckern wachsen.

Nördlich der Kirche entsteht eine Unterflur-Containeranlage zur Entsorgung von Glasbehältnissen. Im westlichen Teil des Platzes werden vier Papierkörbe aufgestellt. Die Baumaßnahme umfasst darüber hinaus Neubau- und Sanierungsarbeiten an Ver- und Entsorgungsleitungen der DREWAG Stadtwerke GmbH, der Kabel Deutschland GmbH und an Anlagen der Stadtentwässerung Dresden GmbH. Die Anlage der öffentlichen Beleuchtung muss an die neue Straßengeometrie und -raumaufteilung in Teilen angepasst werden. Die historischen Kandelaber bleiben erhalten.

Den Bauauftrag erhielt die Firma Wolff&Müller GmbH. Der Bau kostet etwa 800 000 Euro. Fördermittel aus dem Programm der Städtebauförderung durch den Bund, den Freistaat Sachsen sowie Eigenmittel der Landeshauptstadt Dresden fließen in das Vorhaben. Es ist eines der letzten großen Förderprojekte im Sanierungsgebiet Äußere Neustadt.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden