Umsatzrückgang sächsischer Unternehmen im Krisenjahr 2009

Die 146.000 umsatzsteuerpflichtigen sächsischen Unternehmen erzielten 2009 gut 105 Milliarden Euro Umsatz aus Lieferungen und Leistungen.

Damit musste die sächsische Wirtschaft in diesem schwierigen Jahr einen Umsatzrückgang von mehr als 12 Milliarden Euro (10,5 Prozent) im Vergleich zu 2008 verkraften. Der Jahresumsatz aus Lieferungen und Leistungen sank unter das Niveau von 2007. Die Anzahl steuerpflichtiger Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 17.500 Euro reduzierte sich 2009 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 2 600 Unternehmen (1,7 Prozent).

Umsatzstärkste Branche war 2009 wieder das Verarbeitende Gewerbe mit 25,3 Milliarden Euro bzw. 24,1 Prozent des sächsischen Gesamtumsatzes aus Lieferungen und Leistungen. Danach folgten der Handel (21,6 Milliarden Euro bzw. 20,5 Prozent) und die Energieversorgung (14,6 Milliarden Euro bzw. 13,9 Prozent). Die meisten Unternehmen waren im Handel tätig (20,2 Prozent), gefolgt vom Baugewerbe (16,9 Prozent).

91,6 Prozent der Unternehmen in Sachsen zählten 2009 mit einem Jahresumsatz von weniger als 1 Million Euro zu den Kleinstunternehmen. Sie trugen 20,5 Milliarden Euro und damit ein Fünftel zum Gesamtumsatz aus Lieferungen und Leistungen aller sächsischen Unternehmen bei. Die 155 Großunternehmen mit mindestens 50 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschafteten mit 34,1 Milliarden Euro knapp ein Drittel des Gesamtumsatzes.

Diese Großunternehmen waren 2009 wesentlich stärker vom wirtschaftlichen Einbruch betroffen als die Kleinstunternehmen. So betrug der Umsatzrückgang der Großunternehmen im Vergleich zu 2008 mehr als ein Fünftel, während die Kleinstunternehmen lediglich durchschnittliche Umsatzrückgänge von einem Prozent hinnehmen mussten.