Umstrittenes Projekt – Sachsen soll Wohnsitzauflage erhalten

Dresden – Sie spricht sich für die Wohnsitzauflage aus: Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration. Der Lenkungsausschuss Integration und Asyl hat das Thema am Mittwoch behandelt. Gegner dieser Auflage sind besorgt darüber, Asylanten zwangsweise dort anzusiedeln, wo ihr Asylverfahren bearbeitet wurde. Mobilität und Flexibiliät würden in vielerlei Hinsicht eingeschränkt werden. Köpping hält dagegen, dass das Vorhaben der Integration helfen soll.

Sachsen ist nicht das erste Bundesland mit einem solchen Vorhaben. In vereinzelten Bundesländern, z. B. Bayern und Nordrhein-Westfalen, ist eine solche Regelung bereits umgesetzt worden. Die Einigung mit dem Innenministerium war am Mittwoch der nächste Schritt, es bleibt jedoch weiterhin offen, „was“ die Wohnsitzauflage für den Landkreis beinhalten wird. Geplant ist, dass, bei einem Inkrafttreten, die Auflage für ein Jahr gelten soll.