Dresdner Umweltgespräche starten

Dresden - Wie beeinflusst der Klimawandel den Umgang mit Regenwasser, zu welchem Preis ist Bauen in Dresden künftig noch möglich und was ist uns die Natur wert? Mit diesen und weiteren aktuellen Fragen beschäftigen sich die Dresdner Umweltgespräche im November. Jeden Dienstag wird ein Thema mit Experten im Rathaus diskutiert, auch die Besucher können mitreden. Seit mittlerweile 10 Jahren bringt die Veranstaltungsreihe rund um die vier Elemente Themen zur Sprache, die die Dresdner bewegen.

Die Dresdner Umweltgespräche sind eine Veranstaltungsreihe des Umweltamtes und des Umweltzentrums Dresden. Medienpartner ist DRESDEN FERNSEHEN. Die Veranstaltungen werden von den DRESDEN FERNSEHEN-Moderatoren Franziska Wöllner und Max Giese geführt. 

Luft: Gebäudebegrünung am 5. November
Die erste Podiumsrunde der „4 Elemente“ geht der Frage „Grün an und auf den Häusern – Allheilmittel für überhitzte Städte?“ nach. Brigitte Reichmann von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Bereich Ökologische Wohnkonzepte und Ökologisches Bauen wird als Fachfrau in das Thema einführen und Möglichkeiten der Gebäudebegrünung und ihre Vorteile darlegen. Auch wird sie ihre diesbezüglichen Erfahrungen aus der Arbeit in Berlin vorstellen. Danach diskutiert sie mit Anja Heckmann, Abteilungsleiterin für Stadtplanung Innenstadt im Dresdner Stadtplanungsamt und mit Professor Dr. Henning Günther, Studiendekan für Gartenbau an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Moderiert wird die Veranstaltung von dem Journalisten Max Giese. „Mit dem ersten Abend zum Thema Dach- und Fassadenbegrünung starten wir in einen interessanten Diskurs, denn neben den vielen positiven ökologischen Effekten, die Gebäudegrün für Städte verspricht, werden wir auch mögliche Nachteile von Dachbepflanzungen und Fassadengrün erörtern“, freut sich Wolfgang Socher auf den Beginn der Reihe.

Feuer: Naturwert am 12. November
Am zweiten Abend steht die Natur und ihr Wert unter dem Titel „Natur: so kostbar und doch kostenlos“ im Mittelpunkt. Als Experte führt Thomas Graner vom Bundesamt für Naturschutz, Bonn in das Thema ein. Diskutiert wird, welchen Nutzen die Natur in der Stadt ganz konkret erbringt. Wozu werden Straßenbäume,
Streuobstwiesen, Fledermäuse und Schmetterlinge in der Stadt gebraucht? Wie lässt sich der Wert der Natur erfassen und quantifizieren? Für diese und weitere spannende Fragen nehmen im Podium Platz: Professor Martin Quaas vom Deutschen Zentrum für Biodiversitätsforschung Leipzig, Wolfgang Socher, Leiter des Umweltamtes der Landeshauptstadt Dresden und Patrycia Brzoska. Sie stellt das EU-Projekts „BIDELIN“ vor.

Erde: Unbegrenztes Bauen oder Bodenschutz am 19. November
Der dritte Abend wagt einen Blick in die Zukunft und stellt die Frage: Bauen um jeden Preis? Dabei geht es um den Umgang mit Grund und Boden für die zukünftige Stadtentwicklung. Ökologische Aspekte wie Stadtklima, Wohnumfeld und flächensparendes Bauen spielen dabei eine immer größere Rolle, um die Umweltauswirkungen des Wachstums gering zu halten. Aber auch das Thema Altlasten ist ein wichtiger Aspekt, der Planer und Bauherren immer wieder beschäftigt. Wir kann es gelingen, gesunde Böden, frische Luft, sauberes Wasser und intakte Lebensräume zu erhalten und trotzdem weiter zu wachsen? Bernd Siemer, Sächsisches Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Referat Boden führt als Experte in das Thema ein. Im Podium nehmen außerdem Platz: Roland Preußer, AQUATERRA Dresden GmbH, Kreischa und Andrea Steinhof, Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden.

Wasser: Regen am 26. November
Die Reihe endet mit der Frage: Bringt Regen Segen? Fachleute erörtern die Idee der dezentralen Niederschlagsbewirtschaftung in der Stadt zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Ein für viele spannendes Thema, denn durch ausbleibenden Regen haben Menschen mit den Auswirkungen der Trockenheit zu kämpfen. Professor Dr. Heiko Sieker von der Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH, Berlin führt als Experte in das Thema ein. Im Podium diskutieren mit: Ralf Strothteicher, Stadtentwässerung Dresden GmbH und Manuel Stephan, Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden.

Mehr Informationen im Internet unter: Dresdner Umweltgespräche

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Moderatorin Franziska Wöllner