Umweltminister Kupfer gibt Startschuss für drittes Jahrzehnt des Nationalparks Sächsische Schweiz

Die Natur im Nationalpark Sächsische Schweiz soll sich auch künftig  weitgehend ungestört und ohne steuernde Eingriffe des Menschen entwickeln. Dieses Ziel unterstrich Umweltminister Frank Kupfer am Donnerstag bei seinem Besuch zum Auftakt des dritten Jahrzehnts des hochrangigen Schutzgebietes.

„Wälder im Nationalpark können über die sonst üblichen Maßstäbe hinaus alt werden und dürfen sich über das Recycling der Natur wieder selbst verjüngen. Dies geschieht mittlerweile auf 54 Prozent der Gesamtfläche des Schutzgebietes“, so Kupfer.

Auf den anderen Flächen des Nationalparks werden auch in den nächsten Jahren noch aktive Maßnahmen für eine natürliche Waldentwicklung erforderlich sein. Mit ihnen soll unter anderem die in Sachsen vom Aussterben bedrohte Weißtanne geschützt und vermehrt werden. Sie hat im Nationalpark ihr größtes Vorkommen im sächsischen Raum. 

Vielen streng geschützten Arten, wie dem Wanderfalken, dem Schwarzstorch oder dem Gelbem Veilchen, gelten die weiteren aktiven Schutzmaßnahmen der Nationalparkverwaltung. Wichtig ist dabei vor allem, die Lebensräume dieser Tier- und Pflanzenarten zu sichern und zu entwickeln.

Nationalparks dienen neben dem Schutzzweck auch dem Naturerlebnis und der Erholung der Bevölkerung. Die Nationalparkverwaltung unterhält deshalb ein 400 km langes Netz von Wanderwegen und deren Beschilderung. Allein für die Beseitigung der Schäden der Hochwasser im vergangenen Sommer musste der Freistaat im vergangenen Jahr 330.000 Euro aufbringen. 2011 sind hierfür weitere Mittel in dieser Größenordnung vorgesehen.

Mit seinen qualitativ hochwertigen Wanderwegen gewährleistet der Nationalpark eine für den Tourismus bedeutende Infrastruktur. Wie aktuelle Studien belegen, trägt er damit in hohem Maße zur Entwicklung der Region bei. „Urlauber suchen heute mehr denn je intakte Natur.
 
Mit dem Gütesiegel ‚Nationalpark’ stellt der Freistaat Sachsen der Region ein exklusives Qualitäts- und Alleinstellungsmerkmal für ein ursprüngliches Naturerlebnis zur Verfügung. Auch deshalb muss die natürliche Entwicklung dieser in Mitteleuropa einmaligen Landschaft weiter gewährleistet werden“, fasst der Minister abschließend zusammen.