Umweltverbände treten geschlossen vom Runden Tisch zurück

Leipzig - Das Wassertouristische Nutzungskonzept (kurz: WTNK) wurde im Jahr 2005 ins Leben gerufen und soll verschiedene wassertouristische Projekte regulieren. Im Zuge dessen hat die Stadt Leipzig einen Runden Tisch einberufen, um sich mit Vertretern der Ämter und Verwaltungen wie auch mit Umweltverbände auszutauschen. Diese erklärten nun geschlossen ihren Rücktritt vom Runden Tisch. Justus Wulff  vom BUND Leipzig nennt die Gründe dafür.

Neben dem BUND haben auch die Umweltverbände NABU Leipzig, Ökolöwe sowie der Bürgerverein Pro Leipzig ihren Rücktritt vom Runden Tisch erklärt. In einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber LEIPZIG FERNSEHEN, bedaure die Stadtverwaltung den Rücktritt der Verbände. Weiter heißt es: "In der ausführlichen Begründung wird die Sicht der Interessenvertretung und die damit verbundene kritische Sichtweise der Verbände auf das WTNK beschrieben. Das ist zunächst zu akzeptieren, auch wenn wir diese nicht teilen."

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Bereits im November hatte sich der NuKLA e. V. als erstes vom Runden Tisch des WTNKs zurückgezogen. Die Kritik der Verbände lautet, dass die Stadt im Wassetouristischen Nutzungskonzeopt den Fokus zu stark auf Boots- und Schiffsverkehr und den damit verbundenen Bau von teuren Kanälen und Schleusen legt. Natur- und Umweltschutz kommen für sie zu kurz. In einem sind sich Stadt und Verbände jedoch einig: Im Zuge der strategischen Umweltprüfung wird ein zukünftiges Zusammenarbeiten weiterhin notwendig sein. Trotz des Ausstieges vom Runden Tisch, bleibt die formale Beteiligung der Verbände also nur eine Frage der Zeit.