Umweltzone erst 2010 in Dresden

Das Thema Umwelt ist ein heiß diskutiertes Feld.

Seit Anfang des Jahres gelten in vielen deutschen Städten Umweltzonen. In Dresden sucht man noch immer nach einem Konzept der Umsetzung. Heute war es soweit. Die Landeshauptstadt hat den Luftreinhalte- und Aktionsplan vorgestellt. Dresden Neustadt nicht nur eine Metropole zum Treffen und Feiern, sondern auch eine Hochburg der Luftverschmutzung. Trotz der hohen Luftbelastung wird es in dem Stadtgebiet vorerst keine Umweltzone geben. Die ursprünglich für dieses Jahr beabsichtigte Einführung von Umweltzonen in Dresden, sieht der erste Luftreinhalte- und Aktionsplan nicht vor. Denn, nach dem aktuellen Luftreinhalteplan, würde es für das geplante Gebiet keine nennenswerte Verbesserung der Luftqualität geben. Erst 2010 kann mit einer Umweltzone für die Neustadt gerechnet werden. Die Werte der Luftbelastung werden zum Beispiel hier am Schlesischen Platz ermittelt. Dort steht eine der drei Dresdner Messstationen. 2005 wurde an allen drei Stationen der zulässige Wert von 50 Mikrogramm je Kubikmeter überschritten. Sobald dieser Grenzwert überschritten wird, muss die Stadt laut der 22. Bundes- Immissionsschutzverordnung einen Luftreinhalteplan aufstellen. Der tritt am Donnerstag in Kraft. Auf über 170 Seiten werden das wie und warum der Maßnahmen vorgestellt. 
Neben der Industrie gilt der Autoverkehr als einer der Haupt-Luftverschmutzer. In den letzten zehn Jahren hat Dresden aber einiges getan, um die Schadstoffbelastung der Luft in der Stadt zu verringern. So sind die P+R Parkplätze weiter ausgebaut worden, das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel verbessert und Straßenoberflächen saniert. Aber auch der Ausbau der Fahrradwege wurde vorangetrieben. Die Dresdner Autofahrer sollten bis zur Einführung der Umweltzone 2010 ihre Schadstoffplakette am Autos unter die Lupe nehmen und im Fall der Fälle ihren Wagen umweltfreundlich umrüsten.