Umweltzonen in Dresden – ADAC warnt vor Panikmache

In Dresden können ab 2010 nur noch Autos mit grüner Plakette in die Innenstadt fahren. Der ADAC warnt: „Jetzt keine Verunsicherung der Dresdner zulassen!“

Mit Skepsis hat der ADAC Sachsen die über die Medien bekannt gewordenen Planungen zu einer Dresdner Umweltzone zur Kenntnis genommen. Obwohl offenbar noch gar keine Entscheidung über die Größe einer derartigen Zone beziehungsweise deren konkrete Aus- gestaltung vorliegt, wird bereits von 50.000 betroffenen Fahrzeugen gesprochen.
 
„Die Stadtverwaltung sollte alles unternehmen, die Bürger ihrer Stadt nicht durch solcherlei Planspiele zu verunsichern“, so Thomas Kühl, Vorstandsmitglied für Verkehr und Technik beim ADAC Sachsen. Dresden sollte vielmehr die Chance nutzen, die Entscheidung über eine Umweltzone erst dann zu fällen, wenn deren Wirksamkeit durch die wissenschaftliche Auswertung der bereits bestehenden Zonen nachgewiesen ist.

Zudem sind in Deutschland verschiedene Gerichtsverfahren anhängig, die sich mit den Umweltzonen beschäftigen. Der Luftreinhalteplan der Stadt Dresden beschreibt Maßnahmen, wie die Luftqualität auch ohne Errichtung einer Umweltzone verbessert werden kann. Verschiedene Bausteine, wie z. B. das Lkw- Führungskonzept zur Vermeidung von Schwerverkehr in der Innenstadt, wurden bereits auf den Weg gebracht.

Das Vorhaben von Baubürgermeister Jörn Marx, mit Verbesserungen der Beschilderung die Attraktivität des 26er Rings zu erhöhen, zielt in die gleiche Richtung und wird vom ADAC ausdrücklich unterstützt. Gleiches gilt für die Ausweitung des Mobilitätsmanagements in der Landeshauptstadt. Mit dieser Zielsetzung beteiligt sich Dresden am Bundesprogramm „Mobilität ist Zukunft“.

Die Feinstaubbelastung wird in großem Maße durch den Ferneintrag von außen und die Witterungsverhältnisse beeinflusst. In der Stadt Dresden wurden die von der EU vorgegebenen Grenzwerte letztmalig im Jahr 2006 überschritten. Auch beim Stickstoffdioxid sind erfreulicherweise in der Vergangenheit Rückgänge der Konzentrationen an den drei Dresdner Messstellen zu verzeichnen. Im Jahr 2007 wurde nur an der Bergstraße der ab 2010 gültige Grenzwert überschritten.

Quelle: ADAC

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Mehr dazu erfahren Sie in der Drehscheibe Dresden, stündlich ab 18 Uhr auf DRESDEN FERNSEHEN.