Umziehen in Dresden: Stressfrei ins neue Heim

Jeder Umzug, ob innerhalb des Dresdener Stadtgebiets oder außerhalb, ist meist ein umfangreiches Unterfangen, das aufwändige Planung erfordert.

Schließlich soll am „großen Tag“ nicht nur alles schnell ablaufen, sondern so schonend für den Hausrat wie möglich. Damit das funktioniert, ist ein fester Plan vonnöten, von dem Umziehende nur in Ausnahmefällen abweichen sollten. Was es bei einem solchen Plan zu beachten gilt und wie jeder Umzug zwischen Unkersdorf und Eschdorf, Marsdorf und Lockwitz zu einem reibungslosen Unterfangen wird, lesen Sie auf den folgenden Zeilen.

Dieser erste Punkt ist gleichzeitig fast der wichtigste, denn je besser Umzugswillige schon im Vorfeld die Aktion vorbereiten, desto weniger Fragen bleiben am Umzugstag offen und desto schneller geht der Wohnungswechsel an sich vonstatten. Wichtig: Alles sollte schriftlich festgehalten werden. Das reduziert den Stress, der am Umzugstag schon sowieso meist reichlich vorhanden sein wird.

Bring Freunde mit: Wer aus Kostengründen auf einen Umzugsservice verzichten möchte, sollte zunächst Freunde, Bekannte und Kollegen aktivieren, damit sie bei allen Dingen zwischen Kisten packen und Möbel schleppen helfen können. Wichtig ist es, dass hierbei im Plan mehreres festgehalten wird:

Wer kann zu welcher Uhrzeit zur Verfügung stehen?Wem werden welche Arbeiten übertragen?Wer hat welche Fähigkeiten (etwa einen Führerschein für schwere Fahrzeuge, mehr dazu weiter unten)

Feste Zeiten, feste Abläufe: Ebenso wichtig ist es, dass ein fester und vor allem realistischer Zeitplan aufgestellt wird. Im Klartext bedeutet das: Im Zweifelsfall sollte die Strecke von der alten zur neuen Wohnung im Vorfeld zur gleichen Uhrzeit abgefahren und dabei die Zeit genommen werden. Wer beispielsweise von Dobritz nach Pieschen umzieht, der benötigt für diese Route schlicht eine halbe Stunde oder länger. Hier eine Viertelstunde anzusetzen, wäre unrealistisch und würde dazu führen, dass der Zeitplan aus dem Ruder läuft.

Aussortieren: Auch wenn es schwerfallen sollte, vor dem Umzug sollte in der alten Wohnung rigoros ausgemistet und aufgeräumt werden. Wer sich das nicht zutraut, findet hier weitere Anreize. Der Hintergrund ist einfach: Der Umzug ist die ideale Gelegenheit, wirklich alles zu verkaufen, wegzuwerfen oder zu verschenken, was sich seit Jahren ungenutzt in Schränken, Abstellräumen und Kellern angesammelt hat. Wer hier konsequent vorgeht, erzielt gleich mehreres: Der Umzug benötigt nicht mehr so viele Kisten und zudem muss auch wesentlich weniger geschleppt werden. Vor allem letzteres ist ein gewaltiger Vorteil, wenn nur wenige Helfer zur Verfügung stehen.

Richtig kalkulieren: Die Faustregel der Möbelprofis zur Berechnung der Umzugskartons lautet: „Pro Quadratmeter Wohnfläche ein Karton“. Diese Regel ist natürlich variabel, in einer Küche, wo Geräte, Geschirr usw. verpackt werden müssen, reicht sie meist nicht aus. In einem Schlafzimmer, in dem nur das Bett steht, ist sie überdimensioniert. Übrigens: Umzugskartons gibt es in den meisten Dresdener Baumärkten zu kaufen. Alternativ auch neu oder gebraucht im Netz. Besonders kostengünstig ist der Tipp dieses Portals: Supermärkte geben oftmals Gemüsekartons für wenig Geld ab. Diese sind oft aber nicht ganz so stabil wie „richtige“ Umzugskartons und sollten daher für leichte Dinge zum Einsatz kommen.

Sind alle Freunde aktiviert und steht der Plan, können die handfesten Vorbereitungen beginnen:

Einpacken: Je nach Größe der alten Wohnung sollte in der letzten Woche vor dem Umzug mit dem Packen an sich begonnen werden. Dabei sollte die Maßregel gelten: Unwichtiges zuerst. Und Dinge wie Tassen, Gläser und die Kaffeemaschine usw. sollten dabei ganz hinten auf der Liste stehen, denn sie werden am Umzugstag sicherlich noch benötigt.

Abbauen: Auch beim Abbau der Möbel kann schon Vorarbeit geleistet werden: Die Winterbekleidung befindet sich bereits in den Kartons? Dann kann der nun leere Schrank bereits zerlegt werden. Ganz wichtig: Alle Schrauben und Kleinteile sollten sorgsam in Gefrierbeutel gepackt und mit Klebeband an einem großen Teil des Möbelstücks angebracht werden. Existiert noch eine Aufbauanleitung, gehört diese ebenfalls dort hinein.

3,5-Tonnen Kleintransporter haben viele Dresdener Autovermietungen im Bestand. Sie dürfen auch mit normalem Autoführerschein bewegt werden. (Quelle: PublicDomainPictures (CC0-Lizenz) © pixabay.com)

Transporter: Wer seine Wege durch Dresden mit einem Familienvan absolviert, der ist bei diesem Schritt fein heraus, denn ein solches Vehikel ist ideal als Umzugswagen geeignet. Wenn sich die Transportkapazitäten jedoch auf Kleinwagen beschränken, dann muss für die Route zwischen der alten Wohnung in der Sternstraße und der neuen in der Borsbergstraße ein passendes Fahrzeug gemietet werden. Dafür existieren in Dresden mehrere Dutzend Autovermietungen, die Kleinbusse im Programm haben. Deren Miete berechnet sich pro Tag und enthält oft Freikilometer. Das kann sich vor allem dann lohnen, wenn die Umzugsstrecke kurz ist und dank der Ladekapazität des Vans nur wenige Male bewältigt werden muss. Für das Mieten eines Kleintransporters müssen in der Landeshauptstadt Kosten zwischen 80 und rund 100 Euro pro Tag eingeplant werden. Tipp: ADAC-Mitglieder bekommen bei manchen großen Vermietern auch Rabatte. Wichtig: Mit einem normalen Klasse-B-Führerschein dürfen nur Fahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen bewegt werden. Wenn einer der Umzugshelfer noch einen alten Führerschein der Klasse 3 hat, darf er jedoch auch Laster bis 7,5 Tonnen steuern. Aber Achtung: Wie ImmobilienScout24 anmerkt, kann es in manchen Stadtteilen vorkommen, dass für das Parken und Ausladen solcher LKW eine Sondergenehmigung erforderlich wird. Ob das beispielsweise auch bei der neuen Wohnung in Omsewitz oder Antonstadt der Fall ist, sollte im Vorfeld bei der örtlichen Verwaltung angefragt werden.

Wird ein Transporter verwendet, sollte dieser idealerweise bereits am Vorabend bei der Vermietung abgeholt werden. Umso früher kann der Umzug starten. Dabei sollten im ersten Schritt große Möbel transportiert werden, die sich nicht demontieren lassen, etwa Couches oder Betten. Dies, damit sie problemlos durch die noch leere neue Wohnung manövriert werden können. Dann werden abgebaute Möbel transportiert. Während diese montiert werden, können die Kartons mit ihrem Inhalt angeliefert werden. Dann können die Aufbauhelfer diese nämlich gleich auch einräumen.

Als letzter Schritt steht die Reinigung und Übergabe der Altwohnung im Programm. Hier sollte unbedingt durch einen Kontrollgang sichergestellt werden, dass sich tatsächlich nirgendwo mehr etwas Wichtiges befindet. Sind auch Kaffeemaschine und Co in der neuen Wohnung in der inneren Neustadt angeschlossen, wird es Zeit, den Helfern mit einer kleinen Stärkung zu danken.