Chemnitzer Streuobstwiese erhält Auszeichnung

Chemnitz- Die Streuobstwiese in Chemnitz-Hilbersdorf leistet einen wichtigen Beitrag für die Sortenvielfalt. Aus diesem Grund wurde sie am Freitag als „NABU-Obstsortenparadies“ ausgezeichnet. Bundesweit ist das erst die zweite Anlage mit Obst, die diesen Titel durch die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe erhält.

Die Auszeichnung wurde erst 2018 eingeführt. Hintergrund war die Hervorhebung der Bedeutung von Obstsorten und Hochstamm-Obstbäumen. Denn diese gewährleisten die Biodiversität. Um als NABU-Paradies ausgezeichnet zu werden, muss eine Anlage mindestens 100 Hochstamm Obstbäume hervorbringen, sowie einen Bildungsauftrag erfüllen. In diesem Falle müssen sie öffentlich begehbar sein und mit einer Infotafel versehen sein. Idealerweise sollten zusätzlich Sorten-schilder angebracht werden. Außerdem sind eine naturverträgliche Nutzung ohne synthetische Pestizide und synthetische Düngemittel vorgeschrieben. Die Stämme müssen zusätzlich 180 Zentimeter Stammhöhe vorweisen, was die 153 Apfelbäume in Chemnitz tun. Die Bäume tragen die Früchte von 71 Apfelsorten. Das Ziel ist es 1.000 verschiedene Obstsorten bis 2020 doppelt zu erhalten.