Ungeliebte Weihnachtsgeschenke umtauschen – so wird’s gemacht!

Leipzig – Die Leipziger Kaufhäuser sind auch nach Weihnachten gut besucht. Während einige ihr Weihnachtsgeld von Oma in Produkte umsetzen, die ihnen wirklich zusagen, versuchen andere wiederum die Geschenke von Oma loszuwerden, die dem Geschmack unglücklicherweise nicht ganz entsprechen.

Ein Produkt umtauschen, weil es mir nicht gefällt – ist das denn so einfach möglich? Bei Unklarheiten über das eigene Verbraucherrecht bringt die Verbraucherzentrale Sachsen Licht ins Dunkel.

„Wenn ich das Produkt nur umtauschen möchte, nur weil es mir nicht gefällt, ist es ja die reine Kulanz des Unternehmers. Im Endeffekt ist er nicht verpflichtet, die Ware zurückzunehmen. Insofern ist es auch gerechtfertigt, dass er mir einen Gutschein gibt, er kann mir auch das Geld zurückgeben, das obliegt dem Händler, das zu entscheiden“, erklärt Stefanie Siegert, Referentin für Recht und Digitales in der Verbraucherzentrale Sachsen.

Auch wenn bei den klassischen Unternehmen von Händlerkulanz die Rede ist, wenn sie den Umtausch ihrer Waren anbieten, so ist der eigentliche Grund aber die große Konkurrenz des Onlinemarktes, denn hier genießt der Verbraucher wesentlich mehr Freiheit.

„Im Onlinehandel hat man eine privilegierte Situation, weil ich dort ein 14-tägiges Widerrufsrecht habe, das grundsätzlich gilt. Das heißt, ich kann ohne Angaben von Gründen innerhalb von 14 Tagen meinen Vertrag widerrufen, muss die Ware dementsprechend zurücksenden und bekomme dann mein Geld erstattet. Es ist aber wichtig, dass man den Widerruf ausdrücklich erklärt. Es reicht also nicht aus, einfach nur die Ware zurückzuschicken, sondern ich muss noch ein kurzes Anschreiben machen oder ein Widerrufsformular ausfüllen, in dem drin steht, dass ich den Vertrag widerrufe“, so Siegert.

Seit 2015 ist das Rücksenden der Ware nicht mehr portofrei, es sei denn, der Händler bietet diesen Dienst explizit an. Es ist also ratsam, sich die Widerrufsbelehrung genaustens durchzulesen.

Wie sieht es denn nun wirklich aus? Sind die LeipzigerInnen mehrheitlich zufrieden mit den Schenkungen ihrer Liebsten oder war das Meiste doch eher ein Fehlgriff?

Die LeipzigerInnen scheinen wohl zu wissen, wie das Schenken funktioniert.
Wenn dann aber doch die Jeans partout nicht passen will, weil sie nach dem Weihnachtsessen einfach zwei Nummern zu klein ist, sie aber auch nicht umgetauscht werden kann, wäre es eine Überlegung wert, sie an die Kleiderspenden zu geben. Die suchen immer gut erhaltene Kleidungsstücke und Schuhe, aber auch Kinderspielzeug und Hausrat.