Ungewissheit bei Bombenfunden in Leipzig

Zum Auffinden von Fliegerbomben gibt es zur begrenzt planbare Möglichkeiten.

Am Donnerstag erst sorgte der Fund einer 500-Kilo Fliegerbombe in Wahren für Aufregung. Rund 150 Polizisten und 25 Feuerwehrleute waren im Einsatz. 360 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Geplant läuft das Auffinden solcher Blindgänger nicht ab. Danach wird nicht aktiv gesucht, sie werden beim Bau gefunden.

Die kontrollierten Sprengungen des Kampfmittelbeseitigungssienstes gestalten sich oftmals langwierig und kompliziert. Baubehörden haben vor Baumaßnahmen verschiedene Möglichkeiten nach einer Gefährdung durch Bomben zu suchen. Beispielsweise anhand von Luftbildern.

Leipzig gehört, mit Dresden, Chemnitz und Plauen, zu den sächsischen Städten, die im 2. Weltkrieg am meisten von Luftangriffen betroffen waren. Auf dem gesamten Stadtgebiet wurden laut Auskunft der Luftbilddatenbank Dr. Carls GmbH 7000 Tonnen Bomben abgeworfen. Davon sind je nach Munitionstyp 5 bis 20% Blindgänger. Ein großer Teil davon wurde allerdings bereits in Leipzig vom Kampfmittelbeseitigungsdienst geborgen.