Ungewöhnliche Gemeinschaftsausstellung

Im Haus der Architekten ist ab morgen eine ungewöhnliche Gemeinschaftsaustellung zu sehen. Während der eine als Autodidakt erst später zur Kunst fand und sich noch am Anfang seiner Laufbahn sieht – blickt der andere bereits auf ein umfangreiches Lebenswerk zurück.

„Kreative Übungen in Metall, Porzellan, Steinzeug, Grafik und Farbe“ so der Titel einer Gemeinschaftsaustellung im Haus der Architekten. Rostiges Eisen ist das bevorzugte Material des Künstlers Frank Findeisen. Als Mechaniker und Schweißer hatte er irgendwann mehr aus dem Metall machen wollen – als bloße Gebrauchsgegenstände.

Aber eigentlich habe die Liebe zum Material schon viel früher angefangen: Mit der Zeit wurde aus dem Sammler ein Künstler. Entstanden sind zahlreiche Plastiken und Reliefs – bis hin zu Großinstallationen wie diese 11 Meter hohe Metallplastik. Seit über 10 Jahren sind Frank Findeisen und Professor Rudolf Sitte künstlerische Weggefährten.

Beide wohnen und arbeiten heute in Königsbrück. Rudolf Sitte wurde 1922 als eines von sieben Geschwistern im heutigen Tschechien geboren – sein Bruder Willi Sitte galt als einer der bedeutendsten Maler der DDR. Professor Rudolf Sitte selbst ist vor allem durch seine Kunst am Bau bekannt geworden – viele seiner Werke gehören heute noch vielerorts zum Stadtbild.

Hier in der Ausstellung zeugen Arbeiten aus Porzellan und Steinzeug vom Werk des heute 87jährigen Kunstprofessors – gleich neben zahlreichen Reliefs und Plastiken seines von Frank Findeisen. Ob Kunst oder Schrott oder beides – das kann jeder im Haus der Architektur selbst herausfinden. Noch bis zum 11. März sind dort Ausschnitte aus dem Werk der Künstler zu sehen – zur Vernissage am Samstag um 15 Uhr werden dann beide anwesend sein. 

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