Ungewöhnlicher Fund

Wir Chemnitzer ärgern uns seit Tagen über Müll und Hundekot auf unseren Straßen.

Am Donnerstagmorgen gab endlich etwas, was auf der Straße lag, Grund zur Freude. Wie meine liebe Kollegin Helen Flämig eine Chemnitzerin mit einem Straßenfund glücklich machte – das zeigen wir Ihnen jetzt.

Am Donnerstagmorgen, 08.30 Uhr am Hauptbahnhof in Chemnitz: Mit vielen Menschen ist Helen Flämig auf der Weg zur Arbeit. Normalerweise steigt sie erst eine Haltestelle später aus. Heute verhindert das ein Blick aus dem Fenster.

Auf einmal ist Helen Flämig hellwach. Unter der Sitzbank der Haltestelle Hauptbahnhof liegt kein Müll, kein Hundehaufen – nein ein verlorenes, schwarzes Portemonnaie.

Helen Flämig denkt nach: Was tun mit dem Portemonnaie? Bei einem Bahnfahrer abgeben? Ob der sich dann auch wirklich drum kümmert? Lieber doch gleich zur Polizei gehen? Oder was…?

Helen Flämig entscheidet: Sie bringt das verlorene Portemonnaie zur Polizei. Ist die Polizei die richtige Adresse für EC-Karte, Personalausweis, Sozialversicherungsausweis, Führerschein, Blutspendeausweis?

Interview: Heidi Hennig – Polizeisprecherin PD Chemnitz

Okay, wer ein Portmonnaie findet geht nicht zur Polizei, sondern direkt zum Fundbüro am Düsseldorfer Platz 1 – das spart Zeit. Denn immerhin ist Helen Flämig eigentlich auf dem Weg zur Arbeit.

Interview: Karin Kießling – Sachbearbeiterin Fundbüro

Ausnahmsweise gibt Helen Flämig das verlorene Portmonnaie nicht beim Fundbüro ab. Stattdessen möchte sie wissen, wem das schwarze Portmonnaie gehört.

Wo die Geschichte ihren Anfang nahm, soll sie auch enden. Helen Flämig verabredet sich mit der jungen Frau, die das Portemonnaie verloren hat, an der Haltestelle Hauptbahnhof.

Talk: Isabel Walther und Helen Flämig

Am Ende dieses Donnerstages hat Chemnitz endlich auch eine glückliche Asphaltgeschichte.

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