Uni Leipzig: Kräftemessen zwischen StuRa und Rektorat

An der Universität Leipzig gibt es Zoff: das Rektoratskollegium und der StudentInnenRat sind aneinander geraten. Grund für die Überwerfungen sind die Vorwürfe des StuRa, das Rektorat würde eine demokratische Entscheidungsfindung übergehen – jetzt fordert der StuRa sogar den Rücktritt des Rektorats:

Wenn es nach dem StudentInnenRat der Universität Leipzig geht, sind im Rektoratskollogium personelle Konsequenzen überfällig. Bereits im Oktober 2009 forderte der StuRa das Rektorat der Universität Leipzig dazu auf, demokratische Entscheidungswege zu respektieren und im Sinne der Universität und ihrer Mitglieder zu handeln.

Aber auch aktuell gibt es wieder Probleme.

Interview: Simon Schultz von Dratzig – Sprecher des StudentInnenRates

Der StuRa ist die Interessenvertretung für die etwa 27.000 Studierenden der Uni Leipzig.
Diese Funktion und seine Amtsführung will auch der Uni-Rektor Franz Häuser weder bewerten noch in Frage stellen. Die vom StuRa auf das Rektorat geführten Angriffe, weist er allerdings zurück.

Interview: Prof. Franz Häuser – Rektor Universität Leipzig

Probleme hatte es auch schon 2005 bei den Auseinandersetzungen um die neue Hochschulgrundordnung gegeben. Damals hätte das Rektorat die neue Ordnung ohne Einvernehmen des Senats an das Sächsische Wissenschaftsministerium geschickt. Als Konsequenz daraus, hatte der StuRa den Rücktritt des Rektors gefordert.

Aufgrund der erneuten Missachtung der demokratische Prinzipien durch das Rektorat, ist die Uni-Spitze laut StuRa für die Universität nicht mehr tragbar.

Interview: Simon Schultz von Dratzig – Sprecher des StudentInnenRates

Rektor Häuser trägt sich allerdings bis zu seinem Amtszeitende im August nicht mit Rücktrittsplänen.

Interview: Prof. Franz Häuser – Rektor Universität Leipzig

Am 15. April wird der StuRa wieder eine Vollversammlung veranstalten. Dort soll geklärt werden, wie man in Zukunft mit dem Rektorat und der Situation an der Hochschule umgehen will.