Uni-StuRa fordert diskriminierungsfreie Clubs und Diskotheken

Die Diskussion um eventuell diskriminierende Einlasskontrollen in Leipziger Clubs geht weiter. Deshalb fordert das Anitdiskriminierungsbüro und der StudentInnenRat Leipzig nun klare Regeln für alle Diskotheken der Messestadt. +++

Hintergrund der Forderung: Am 8. Oktober 2011 führte das Antidiskriminierungsbüro Sachsen gemeinsam mit dem Referat Ausländischer Studierender der Uni Leipzig ein Einlasstest in Diskotheken durch.6 von 11 Leipziger Clubs verweigerten dabei ausländischen Gästen den Eintritt. Der StuRa der Uni Leipzig hat im Laufe des Jahres auf dieses erschütternde Ergebnis reagiert. Für einen zukünftig diskriminierungsfreien Einlass in Clubs und Diskotheken setzt sich der StudentInnerat der Universität Leipzig ein.

Die Forderungen sind simpel: Im Eingangsbereich muss ein gut sichtbares Informationsplakat hängen, dass Partygäste über ihre Rechte informiert.

Für Beschwerden gibt es einen Chef vom Dienst vor Ort, der Konflikte schlichten soll. Die verantwortlichen Ansprechpartner müssen durch Schulungen für den Umgang mit Diskriminierung und Rassismus sensibilisiert werden.

Die Partylocation arbeitet mit einer Beratungsstelle zusammen, die im Fall von Diskriminierung zur Seite steht. Und die Hausordnung muss verbindliche Punkte enthalten – zum Beispiel das klare Bekenntnis zur Diskriminierungsfreiheit.

Für eine weitere Zusammenarbeit mit dem StuRa, studentischen Organisationen und Fachschaftsräten der Uni Leipzig müssen die Clubs und Diskotheken ab 1. Januar 2013 nachweislich die Verantwortung für diskriminierungsfreie Einlasskontrollen übernehmen.