Unihockey: Dresdner Play-Off­-Einzug so gut wie perfekt

Mit einem 5:2. Sieg gegen die drittplatzierten Saalebiber aus Halle haben die Dresden Igels am Samstag einen großen Schritt Richtung Play-Offs gemacht. +++

Am Samstag ging es für das Bundesligateam um Trainer Tomáš Syryčanský zum vorentscheidenden Spiel nach Halle. Die derzeit drittplazierten Saalestädter wollten die letzte Möglichkeit zur Playoff-Teilnahme wahrnehmen, mussten dazu jedoch möglichst hoch gewinnen. Doch die gutbesetzten Dresdner machten den Gastgebern einen Strich durch die Rechnung und entführten drei Punkte aus dem „Biberbau“.

Direkt mit Spielbeginn übernahmen die Igels das Kommando und sicherten den Ball. Die Hallenser, die sonst für schnelle Offensivaktionen bekannt sind, hatten sich offenbar das Magdeburger Spielsystem angeeignet und standen tief im eigenen Drittel. Scheinbar beeinflusst durch die knappen Ergebnisse der Igels, wenn es gegen defensive Gegner geht, war es das Ziel der Gastgeber vor allem gefährliche Konter zu setzen. Das Chancenplus lag in den ersten Minuten klar auf Seite der Dresdner, jedoch sprang zunächst nichts Zählbares heraus. Erst in der 10. Minute gelang der erlösende erste Treffer. Nach schneller Kombination konnte der Hallenser Schlussmann Sven Lemme den Schuss von Jakub Jirava nicht festhalten, Jiři Horák verwandelte im nachsetzen. Nur zwei Minuten später war es der Dresdner Dauerbrenner Christopher Gruhne, der sich den Ball im Mittelfeld erkämpfte und mit einem satten Schlenzschuss unter die Latte auf 0:2 erhöhte. In der 18. Minute vollstreckte Marcel Schulze, nach schnell ausgeführtem Freischlag von Eric Stein, in der Mitte stehend zum 0:3 Pausenstand.
 
Dennoch konnten die Elbestädter mit der Spielweise nicht wirklich zufrieden sein, denn gegen derart defensive Gegner wirkten sie phasenweise Ideenlos. Da muss einfach mehr gelingen. Entsprechend motiviert starteten die Igels in den zweiten Spielabschnitt. Doch nach vier Minuten waren es die Gastgeber, die nach Unachtsamkeit in der Dresdner Defensive auf 1:3 verkürzten. Im Rest des Drittels lief bei den Igels nicht mehr viel zusammen. Fehlpässe häuften sich und zu selten fand man den Abschluss. So ist es nicht verwunderlich, dass die Gäste durch ein Eigentor den alten Abstand wieder herstellten. Jiři Horák hatte einen Freischlag aus der Ecke schnell ausgeführt. Der Ball prallte vom Fuß des Schlussmanns ab und fand so den Weg ins Tor. Doch auch die Dresdner wurden vom Pech verfolgt. Fünf Minuten vor der Pause brachten die Hauptstädter den Ball in der Verteidigung nicht entscheidend weg. Schlussmann Sebastian Hensel, der einige Male souverän klärte, griff diesmal daneben und legte sich den Ball ins eigene Gehäuse.

Mit nur 2 Toren Vorsprung ging es in das letzte Drittel. Auch hier zeigte der Gastgeber keinerlei Bemühen, den Rückstand zu verkürzen und stand weiterhin dicht vor dem eigenen Tor. Trotz zahlreicher Abschlüsse gelang nur noch ein Treffer. Nach einem Ballverlust der Saalebiber spielte Erik Schuschwary den Ball schnell in die Mitte, Sturmpartner Christopher Gruhne hämmerte den Ball per Direktabnahme erneut unter die Querlatte. Obwohl die Hallenser nun ein wenig offensiver spielten, kamen sie nicht zu weiteren nennenswerten Torchancen. So siegten die Dresdner am Ende verdient mit 2:5 gegen einen direkten Verfolger.

Dies bedeutet für die Igels aber nicht nur drei wichtige Punkte. Durch diesen Sieg haben die Herren in drei ausstehenden Spielen neun Punkte Vorsprung auf Rang 3, die Playoffs sind so gut wie sicher. Die Dresdner haben nun eine längere Pause, erst am 20.02.2011 steht das nächste Heimspiel gegen den ESV Ingolstadt an, wo die Playoffs endgültig gebucht werden sollen.

Saalebiber Halle – Unihockey Igels Dresden 2:5 (0:3, 2:1, 0:1)

Spielstand (Spielzeit) Tor (Vorlage)
0:1 (09:10) Jiři Horák (Jakub Jirava)
0:2 (11:48) Christopher Gruhne
0:3 (17:17) Marcel Schulze (Eric Stein)
1:3 (24:30) Felix Ebert (Thomas Patrman)
1:4 (26:35) Eigentor 2:4 (34:41) Eigentor
2:5 (53:13) Christopher Gruhne (Erik Schuschwary)

Spielzeit Spieler (Mannschaft) Strafe (Vergehen)

(14:30) Jiři Horák (Unihockey Igels Dresden) 2min (Überharter Körpereinsatz)
(50:48) Jakub Konik (Unihockey Igels Dresden) 2min (Unsportliches Verhalten) (
58:36) Philipp Funk (Saalebiber Halle) 2min (Handspiel)

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