Unister-Prozess wird ausgeweitet

Der Prozessauftakt gegen den Internet-Portalbetreiber Unister verzögert sich um mehrere Monate.

Das Landgericht Leipzig hat entschieden das Verfahren auszuweiten und die beiden, von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden erhobenen Anklagen zusammenzuführen. Vorgeworfen werden dem Unternehmen Steuerhinterziehung, unerlaubtes Betreiben von Versicherungsgeschäften sowie Computerbetrug.

Unterdessen hat das Oberlandesgericht Dresden die Beschwerde der Generalstaatsanwaltschaft teilweise zurückgewiesen. Der Vorwurf der strafbaren Werbung durch Streichpreise auf Online-Reiseportalen ist somit vom Tisch.

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hatte im März gefordert, dass das Verfahren mit einer zweiten Anklage wegen „Runterbuchens“ verbunden wird. Ob dieser Forderung nachgekommen wird, steht allerdings noch nicht fest.