Universitätsklinikum: Erneute Warnstreiks

Der erste Warnstreik der Belegschaft des Universitätsklinikums war ein voller Erfolg. Mehr als 600 Teilnehmer forderten eine Anpassung der Gehälter alle Berufsgruppen an das in Universitätskliniken übliche Niveau. Doch die Ergebnisse der anschließenden Verhandlungen waren zu gering und daher rief ver.di Donnerstagmorgen zum erneuten Tarifstreik auf.

Fahnen, Luftballons, Musik und viele Menschen. Was auf den ersten Blick aussehen mag, wie ein stimmungsvolles Volksfest ist in Wirklichkeit eine Tarifauseinandersetzung der Krankenhausbelegschaft mit dem Vorstand der Leipziger Uniklinik.

Interview: Gabriele Meyer -ver.di Leipzig / Nordsachsen

10 bis 15 Prozent sind die Leipziger Krankenhausmitarbeiter derzeit von den Vergütungen anderer Universitätskliniken entfernt. Seit Jahren, so heißt es, gab es bereits keine Lohnerhöhungen mehr.

Da gute Arbeit jedoch auch angemessen bezahlt werden sollte, leitete ver.di jetzt die bereits fünfte Verhandlungsrunde ein. Demonstration samt Straßenumzug inklusive.

Unter lauten, fordernden Rufen ging es von der Liebigstraße über Johannisallee und Phillip-Rosenthal-Straße bis zur Nürnbergerstraße und anschließend wieder zurück zum Ausgangsort.

Kollegen, die sich nicht dem Umzug angeschlossen hatten, wurden beim Marsch um das Klinikgelände lautstark zur Teilnahme aufgefordert.

Doch mit dem Protestmarsch sollte es heute nicht getan sein.

Interview: Gabriele Meyer – ver.di Leipzig / Nordsachsen

Bis zum Ende der Veranstaltung erwarteten die Organisatoren mehr als 700 Teilnehmer.

Bereits für Montag sind die nächsten Verhandlungen mit dem Vorstand angesetzt. Ob das anhaltende Fordern der Gewerkschafter dann endlich zu einem Erfolg führen wird, weiß bisher leider noch niemand.