Universitätsklinikum erobert erneut Spitzenplatz im „Fokus“-Ranking

In einer aktutellen Umfrage des Nachrichtenmagazins „Focus“ erreicht die Dresdner Hochschulmedizin Platz vier. Der systematische Aufbau innovativer Krankenversorgung und Forschung trägt weitere Früchte. +++

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden erobert im aktuellen, am heutigen Dienstag (28. Mai), erscheinenden Krankenhausranking des Nachrichtenmagazins „Focus“ erneut eine Spitzenposition: Nach der Charité – Universitätsmedizin Berlin, dem Klinikum der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und dem Universitätsklinikum Freiburg erreicht das Dresdner Uniklinikum Platz vier für seine medizinische und pflegerische Qualität. Für die zweite Ausgabe des bisher umfangreichsten Qualitätsvergleichs deutscher Krankenhäuser befragte das Rechercheteam des Focus 22.000 Ärzte. Weitere Einzeldaten darüber, wie gut Patienten in Deutschlands Kliniken versorgt werden, stammen aus 223 000 Patientenberichten, die die Techniker Krankenkasse ausgewertet hat. Die Klinikliste 2013 ist im aktuellen „Focus Gesundheit“ erschienen. Zudem erreichten mehrere Kliniken des Uniklinikums in fachbezogenen Rankings Top-Plätze. Darunter auch die Klinik für Urologie bei der Behandlung des Prostatakrebses sowie die Klinik für Neurologie in der Parkinsontherapie.

 

 

Im Mittelpunkt des Focus-Rankings steht die Frage: „Welches Krankenhaus ist das beste auf welchem Spezialgebiet?“ Nach Angaben des Magazins wurden bei der Auswertung die Angaben aus den Qualitätsberichten der Krankenhäuser zur Anzahl, zu Erfolgs- und Komplikationsraten bei 15 wichtigen Erkrankungen beziehungsweise Therapieformen berücksichtigt – etwa der Krebsmedizin. Weiterhin befragten die Rechercheure insgesamt 22.000 niedergelassene Ärzte und Klinikärzte nach ihren Empfehlungen. Die technische Ausstattung, die Anzahl der betreuenden Ärzte seien ebenso in die Bewertung eingeflossen, wie die Qualifikation der Krankenschwestern und Pfleger, erklärte das Magazin am heutigen Dienstag. Ergänzt wurden diese Daten durch Antworten der Krankenhausverwaltungen auf einen detaillierten Fragebogen.

„Der vierte Platz im aktuellen Ranking bestätigt uns, dass wir in der Spitzengruppe deutscher Uniklinika angekommen sind“, sagt der Medizinische Vorstand. Das sei alles andere als ein Zufall: „Im 20. Jahr der Dresdner Hochschulmedizin zahlt sich die 1993 begonnene Aufbauarbeit aus“, so Prof. Albrecht weiter. Klinikum und Fakultät haben sich frühzeitig auf die Zukunftsthemen Krebsmedizin, Diabetes und Neurodegenerative Erkrankungen konzentriert. „Zusammen mit der Etablierung effizienter und qualitätsorientier Strukturen ist es gelungen, nationales und internationales Renommee zu gewinnen und uns größte Anerkennung und Vertrauen bei Patienten und niedergelassenen Ärzten zu verdienen“, betont der Medizinische Vorstand. Der Aufbau des Universitäts KrebsCentrums (UCC) und darauf folgend weiterer Zentren fand schnell größte Anerkennung in der Fachwelt. So gehörte das UCC zu den ersten Einrichtungen, denen die Deutsche Krebshilfe e.V. den Titel „Onkologisches Spitzenzentrum“ verlieh.

 „Auch wenn wir nicht die finanziellen Mittel haben, mit denen die ganz großen Universitätsklinika in Berlin, München oder Heidelberg ausgestattet sind, ist es uns gelungen, aufzuschließen. Das ist auch die Frucht eines betriebswirtschaftlich orientierten Managements. Wir müssen uns sehr vorausschauend überlegen, welche Schwerpunkte wir setzen“, sagt der Kaufmännische Vorstand des Universitätsklinikums, Wilfried Winzer. Angesichts der schwer kalkulierbaren Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen sei es wichtig gewesen, sich als Hochschulmedizin immer wieder neu zu erfinden. So entstanden Leuchtturmprojekte wie das „Zentrum für Innovationskompetenz für Medizinische Strahlenforschung in der Onkologie – OncoRay” und dem damit verbundenen Projekt einer weltweit einmaligen Forschungsplattform zur Protonentherapie, wobei die Wissenschaftler mittelfristig auch auf die neue und kostengünstige Laser-Technologie zur Beschleunigung der Protonen setzen.

Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden