Unsere Stadt soll grüner werden – Ökostromdebatte im Leipziger Stadtrat

Seit der Katastrophe im japanischen Fukushima redet man in Deutschland verstärkt über Förderung von regenerativen Energien. Auch in Leipzig ist man soweit, den Anteil an Ökostrom für die Stadt zu erhöhen. Was im Detail geplant ist und was die Kritiker des Vorhabens fordern – Wir haben die Hintergründe.

Der Leipziger Strom kann vieles sein: Preiswert, überteuert und hat man den richtigen Anbieter ist er angeblich gelb. Nur eines ist er selten: Grün. Denn gerade mal ein Drittel der Leipziger Energie ist Ökostrom – auch nach Ansicht der Stadtverwaltung ein zu geringer Prozentsatz.

Laut einer Stadtratsvorlage soll deshalb ab dem 01.01.2012 mindestens die Hälfte der Energie aus erneuerbaren Ressourcen stammen. Dafür soll in den nächsten Monaten europaweit ein passender Anbieter gefunden werden, der diese Quote erfüllen kann und will. Den Leipziger Ökostromanbietern ist die angestrebte 50-Prozent-Lösung aber immer noch zu wenig.

Interview: Thomas Pilgram – Geschäftsführer Clean Energy Sourcing

Neben einem besseren ökologischen Gewissen brächte die Umstellung auf 100 Prozent Grünstrom noch weitere Vorteile.

Interview: Thomas Pilgram – Ökostromanbieter

Die Stadtratsfraktion der Grünen begrüßt, dass Leipzig grüner werden soll. Allerdings mit anderen Maßnahmen.

Interview: Roland Quester, B90/Grüne – Mitglied des Stadtrates

Morgen entscheidet der Stadtrat, ob man an der bisherigen Vorlage festhält oder die komplette Umstellung in Erwägung zieht. Denn erst dann werden sich die Leipziger Ökostromanbieter am Auswahlverfahren beteiligen. Eines bleibt aber festzuhalten. Grünstrom ist wirtschaftlich, ökologisch und zukunftssicher. Nur eines ist er noch zu selten: Ein Leipziger.