Unsichtbares wird sichtbar

Chemnitz - "Ich bin ganz von Glas" - mit dieser Ausstellung huldigt das Chemnitzer Industriemuseum "Marianne Brandt und die gläserne Kunst von heute." Am Samstag den 28. September öffnet die Schau ihre Türen.

100 Jahre Bauhaus gaben den Anlass, für den Kunstverein Villa Arte und das Industriemuseum sich auf besondere Weise der Künstlerin zu nähern und ihre Werke in neuen Kontext zu bringen. Die Chemnitzerin war Schülerin an der Bauhaus-Universität in Weimar. Die Ausstellung ist nicht nur ihren Arbeiten gewidmet.

Schon mehrfach hatte der Verein Villa Arte und das Industriemuseum Chemnitz den Marianne Brandt Wettbewerb ausgeschrieben. Zum Jubiläum des Bauhauses ist es jetzt der siebte Contest. Alle drei Jahre wird er ausgeschrieben. Internationale Künstler aus 37 Ländern haben sich beworben. Insgesamt 60 Schaffende präsentieren ihre Werke aus Glas.

© Sachsen Fernsehen
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Aber Glas ist nicht nur ein hervorragender Wertstoff oder ein ästhetisches Mittel, um Kunst zu schaffen, es ist ebenso ein Alltagsgegenstand. So finden sich persönliche Erinnerungsstücke von Chemnitzern in der Ausstellung. Der Ausstellungsgestalter Torsten Blume hat mehrere Samstage im Lokomov am Kasberg verbracht und die gläsernen Schätze der Bürger entgegengenommen.

Besucher haben nicht nur die Möglichkeit, sich die Ausstellung anzusehen, sie können auch selbst aktiv werden. Parallel zur Ausstellung bietet das Industriemuseum noch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Führungen und Abendveranstaltungen für das große und kleine Publikum. Die Ausstellungseröffnung am Samstag wird durch die Preisverleihung des Internationalen Marianne Brandt Wettbewerbs gekrönt.