Unterbrechung im Neonazi-Prozess

Der Gerichtsprozess gegen den mutmaßlichen Rädelsführer der verbotenen Neonazi Kameradschaft „Sturm 34“ in Chemnitz ist am Mittwoch erneut gestoppt worden.

Grund dafür sind unvollständige Ermittlungsakten. Die Verhandlung musste schon einmal wegen Formfehlern ausgesetzt werden. Der 19-jährige Angeklagte muss sich unter anderem wegen Körperverletzung und dem Tragen von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen verantworten. Er gehört der rechten Kameradschaft „Sturm 34“ an,
die nach zahlreichen ausländerfeindlichen Übergriffen in Mittweida verboten wurde. Indes hat die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage
gegen fünf weitere mutmaßliche Mitglieder der Gruppe erhoben.