Unternehmen fordern Teststrategie und kostenlose Tests

Sachsen- Am Nachmittag will das Kabinett die neue Corona-Schutzverordnung beraten und beschließen. Diese sieht unter anderem ab der kommenden Woche die 2-G-Regel in mehreren Bereichen vor.

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Dazu haben sich jetzt verschiedene Verbände und Einrichtungen zu Wort gemeldet. Der Landestourismusverband Sachsen fordert zum Beispiel die Beibehaltung der 3-G-Regel mit der Möglichkeit, die 2-G-Regel optional anzuwenden. Außerdem will der Verband, dass die Staatsregierung wieder kostenfreie Corona-Tests anbietet. Die Tourismusbranche sei schließlich die am Stärksten von der Pandemie betroffene Branche mit allein 40 Prozent Umsatzeinbußen im vergangenen Jahr.

Der Präsident der Handwerkskammer Dresden Jörg Dittrich meint dagegen, wenn die Impfkampagne stagniert, brauche es statt der 2G-Regel umgehend eine funktionierende und flächendeckende Teststrategie. Das sei die logische Konsequenz, um das hohe Ansteckungsrisiko trotz der geringen Impfquote zu minimieren.

Aufgrund der immer weiter steigenden Zahlen werden Rufe nach einer 2-G Plus Regel lauter. Dies bedeutet, dass auch Genesene und Geimpfte für die Teilnahme an Veranstaltungen sich testen lassen müssen. Der Dresdner Weihnachtscircus hat diese Regelung geplant. Dort interpretiert man sie aber so, dass nur Besucher in den Circus dürfen, die sowohl Geimpft als auch Genesen sind oder einen negativen PCR-Test vorweisen können.