Unterschätzte Gefahr auf den Straßen

Zwei spektakuläre Unfälle, deren Ursache Aquaplaning war, veranlasst DEKRA Dresden, die Kraftfahrer zu erhöhter Vorsicht bei Regen und nassen Straßen aufzurufen. +++

Die Unwetter mit starkem Niederschlag am Donnerstag haben in den sächsischen Hochwassergebieten keine neuen größeren Schäden verursacht. Allerdings warnt der Deutsche Wetterdienst vor neuen Gewittern mit starkem Regen am Wochenende.

Nicht nur die Lage der Hochwasser spitzt sich zu. Große Niederschlagsmengen in kurzer Zeit überlasten auch die Situation auf den Straßen. Immer häufiger kündigen Meteorologen Starkregen an, der auf den Straßen zu Aquaplaning führen kann. „Die Gefahr des so genannten Aufschwimmens sollte man keinesfalls unterschätzen“, warnt Frank Weißflog, Fahrerlaubnisexperte bei DEKRA Dresden. „Kommt das Fahrzeug ins schwimmen, ist es praktisch nicht mehr lenkbar. Nur mit größten fahrerischen Können kann dann noch ein Unfall vermieden werden.“  

Bei Starkregen müssen Kraftfahrer mit Aquaplaning rechnen. Oberstes Gebot bei Aquaplaning-Gefahr ist es, vorausschauend die Geschwindigkeit des Fahrzeuges den Fahrbahnbedingungen anzupassen. Das sollte natürlich nicht abrupt, sondern dosiert auch unter Beachtung des rückwertigen Verkehrs erfolgen. Kommt man trotzdem ins Schwimmen, gilt es besonnen zu handeln, weil das Fahrzeug faktisch nicht mehr lenkbar ist: Kupplung treten, nicht lenken und auf keinen Fall bremsen. Jetzt muss man abwarten, dass die Reifen wieder Kontakt zur Fahrbahn haben. Erst dann ist eine vorsichtige Weiterfahrt möglich.  

Außerdem sollten Kraftfahrer bei ihrem Auto Wert auf Reifen mit ausreichender Profiltiefe legen. Eine Profiltiefe nur wenig oberhalb der gesetzlichen Vorschrift von 1,6 Millimeter kann da schon zu wenig sein, um das Wasser ausreichend abzuleiten. Die Regel lautet hier, je weniger Profil, desto langsamer die Fahrt bei Nässe. Doch auch ein Profil, das tiefer als vier Millimetern ist, sollte nicht zum sorglosen Schnellfahren verleiten. Letztlich ist auch das tiefste Profil mal „voll“ und staut das Wasser auf.  

DEKRA-Experte Frank Weißflog hat noch einen Tipp: „Nutzen Sie ein Verkehrssicherheitstraining, um das richtige Verhalten in Extremsituationen im Straßenverkehr zu üben. Meist wird dabei auch das Aquaplaning simuliert.“

Quelle: DEKRA Dresden

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