Untreue-Prozess gegen Ex-LVB-Chef – Zu Geldstrafe verurteilt

Am Mittwoch muss sich der langjährige LVB-Chef Wilhelm Georg Hanss vor dem Leipziger Landgericht verantworten. Ihm wird Bestechung in acht Fällen, Untreue zu Lasten der LVB sowie Steuerhinterziehung vorgeworfen. +++

So soll sich der 61-jährige im Rahmen der von ihm mit eingefädelten Cross-Border-Leasing-Geschäfte mehrfach persönlich bereichert haben.

Auf Firmenkosten soll Hanss im Überschallflugzeug Concorde nach New York geflogen sein, er soll kostenlos das Finale der Champions League 2003 in Manchester besucht haben und er übernachtete zweimal mit seiner Freundin in einem Sieben-Sterne-Hotel in Dubai.

Die Kosten trug zum Teil die LVB selbst, meistens jedoch die Finanzarrangeure Jürgen Blatz und Berthold Senf, die Anfang des Jahres zusammen mit Ex-KWL-Boss Heininger zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden.

Der Prozess gegen Hanss sollte eigentlich schon am 9. Dezember 2010 beginnen, wurde aber aufgrund der akuten Diabetes und der daraus resultierenden Behandlung des Angeklagten verschoben.

Das Gericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 90.000 Euro wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung.