Untreuevorwurf gegen Roßberg fallen gelassen

Die Wirtschaftskammer des Landgerichts in Dresden hat heute überraschend den Untreuevorwurf gegen den suspendierten Oberbürgermeister Ingolf Roßberg fallen gelassen.

Ingolf Roßberg kam gemeinsam mit seiner Frau und dem Anwalt Peter Manthey zum ersten Verhandlungstag. Die Überraschung des Tages, der Vorwurf zur Untreue wurde fallen gelassen. Als Begründung der Kammer hieß es, dass eine Verurteilung zur Untreue als eher unwahrscheinlich gilt und auch im Prozess um Beihilfe zum Bankrott, die Untreue nicht ins Gewicht fallen würde.

Ingolf Roßberg war vorgeworfen worden, das Honorar seines insolventen Ex- Fluthilfekoordinators Rainer Sehm eigenmächtig und überdimensional erhöht zu haben. Von 2600 Euro brutto auf 9500 Euro monatlich. 

Ingolf Roßberg wollte sich zum heutigen Tag der Presse gegenüber nicht äußern und bat um Verständnis. In einer Erklärung legte er dar, wie er zu Rainer Sehm stehe. Das Verhältnis bezeichnete er als zweckdienliche Gemeinschaft und unspektakulär. Sehr ausführlich ging er darauf ein, wie sehr diese Vorwürfe ihm seiner Familie geschadet haben. Sein Anwalt Peter Manthey rechnet nicht mit mehr als einer Geldstrafe.

Die nächste Verhandlung findet am 4. Juni statt. Dann soll Irmgard Weiß, die Vizepräsidentin des Regierungspräsidium als Zeugin sprechen. Mit einem Urteilsspruch wird am 16. Juni gerechnet.