Unwetter halten sächsische Feuerwehren in Atem

Vor allem in Leipzig gab es heftige Regenfälle. In der Nacht zu Donnerstag musste die Feuerwehr dort zu 70 Einsätzen ausrücken. Meist waren Keller und Garagen überflutet, teilweise steckten auch Autos in den Wassermassen fest. +++

Viele Sachsen hatten sich nach Abkühlung gesehnt, was dann aber letztendlich in der Nacht zu Donnerstag vom Himmel prasselte war vielerorts zuviel des Guten.

Die Landeshauptstadt Dresden kam dabei noch ganz gut weg, die Feuerwehr musste 14 Mal ausrücken, lediglich eine paar ungestürzte Bäume, wie hier eine Linde an der Helmut-Schön-Allee lassen erahnen, das es kräftig gewittert hat. Im Erzgebirge und im Vogtland sah es da schon schlimmer aus. Und vor allem Leipzig hat es heftig erwischt. 70 Mal mussten die Einsatzkräfte in der Nacht ausrücken.
Doch damit nicht genug. Wer in der letzten Nacht in Leipzig ins Auto steigen wollte musste sich ebenfalls auf böse Überaschungen gefasst machen. Eine Tiefgarage in der Richterstraße erinnerte beispielsweise eher an ein Hallenbad. Und auch die Straßen waren an vielen Stellen nicht mehr befahrbar. Ein paar Mutige haben es dennoch versucht. Einige hatten Glück, andere weniger. Unter der Brücke in der Püchauer Straße sind zwei Autos regelrecht abgesoffen. Die Feuerwehr half die die Fahrgäste eines Taxis in Sichergheit zu bringen. Und die Einsatzkräfte hatten zusätzlich auch noch mit Fehlalarmen von Brandmeldern zu kämpfen. Die Leipziger Feuerwehren waren in der vergangenen Nacht also fast schon allgegenwärtig. Trotzdem muss sich laut Branddirektor Karl-Heinz Schneider niemand Sorgen machen, dass am Tag nach dem Unwetter keiner mehr den Notruf annimmt.
Bis überall in Leipzig wieder Normalität einkehrt, wird es allerdings noch ein bisschen dauern. In vielen Kellern steht immer noch das Wasser, welchen Schaden das Unwetter insgesamt angerichtet hat kann noch niemand sagen.