Unwetter in Sachsen richten schwere Schäden an

In Großenhain starb ein 6-jähriges Mädchen durch einen umstürzenden Baum.

Abgedeckte Häuser, umgestürzte Bäume und gesperrte Straßen- Unwetter haben rund um Dresden erheblichen Sachschaden angerichtet.

Das Seiffersdorfer Tal war komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Die Zufahrtsstraßen waren von umgestürzten Bäumen blockiert. Anwohner wurden ausgeflogen.

Vielen Häusern in Großenhain und Ottendorf Okrilla wurden Tornados zum Verhängnis, die im Umkreis von mehreren hundert Metern eine Schneise schlugen. An diesem Haus in Ottendorf Okrilla sollte diese Woche Richtfest gefeiert werden. Stattdessen hat eine Windhose bereits fertige Mauern wieder eingerissen. Bei anderen Anwohnern deckte der Sturm das Dach ab, wie bei Regina Mittag.

Interview Regina Mittag, geschädigte Hausbesitzerin

In Grünberg kippte eine Kastanie auf ein historisches Gut, die Helfer hatten alle Hände voll zu tun, das Haus wieder frei zu schneiden. Vielerorts veranlassten die Schäden Hausbesitzer zu teils waghalsigen Absicherungsarbeiten.

In Großenhain zog das Unwetter eine Schneise der Verwüstung durch den Ort. Hier wie auch in Ottendorf Okrilla packte das Technische Hilfswerk aus Dresden mit an. Die Mitarbeiter waren von Montag Abend bis Dienstag Mittag ununterbrochen im Einsatz.

Interview Matthias Voigt, Zugführer Technisches Hilfswerk

Auch an vielen Bahnstrecken waren Mitarbeiter des THW und der Feuerwehren im Einsatz. Die Bahnstrecke zwischen Pulsnitz und Arnsdorf war heute Nacht gesperrt. Bäume waren auf die Gleise gestürzt, die an dieser Stelle an einem Einschnitt verlaufen. Insgesamt blockierten rund 300 Bäume die Gleise in Sachsen. Für die freiwillige Feuerwehr eine Mammutaufgabe.

Interview Peter Prischer, Einsatzleiter Feuerwehr Großröhrsdorf

Auch weiterhin ist bei der Bahn mit Einschränkungen zu rechnen. So zum Beispiel auf den Linien von Dresden nach Hoyerswerda und Königsbrück. Die Bahn arbeitet mit Hochdruck an der Beseitigung der Unwetterschäden.

Solche Schäden gabs das letzte Mal bei Sturmtief Kyrill in Sachsen. Die Aufräumarbeiten werden auch das THW in Dresden noch in den nächsten Tagen beschäftigen. (dresden-fernsehen.de)

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