Unwetterfront tobte sich Donnerstagnacht über Sachsen aus

Heftige Unwetter sind Donnerstagnacht über weite Teile Sachsens gezogen. Peitschender Regen ließ Straßen binnen Minuten unter Wasser stehen. Die Ereignisse unter wwww.dresden-fernsehen.de +++

Wie idyllisch könnte dieses Bild sein, wenn es sich bei dem blühenden Grün um einen Strauch und nicht um die Krone eines umgestürzten Baumes handeln würde.  Die Linde im Leipziger Stadtteil Zentrum-Ost ist nur einer der Bäume, die dem Unwetter am Donnerstagabend zum Opfer fielen. Um 18.30 Uhr brach das Gewitter über die Messestadt herein. Die Kameraden der Feuerwehr rückten zu rund 350 Einsätzen aus -vollgelaufene Keller, überschwemmte Häuser, heftig umspülte Autos.

Leipzig versank im Wasser. Selbst die Leipziger Verkehrsbetriebe mussten ihren Fahrplan zeitweise außer Kraft setzen. Auch in Ottendorf-Okrilla im Landkreis Bautzen schlug das Unwetter zu.Gegen 22.30 Uhr schoss eine Schlammlawine über die Staatsstraße 177.Mit Schaufeln versuchten die Einsatzkräfte der Schlammmassen Herr zu werden .Anwohner mussten ihre verängstigten Pferde von einer Weide retten. 

In Dresden rückte die Feuerwehr mehrmals aus. Umgestürzte Bäume und herabfallende Baumteile hatten fünf PKW beschädigt. In mehreren Häusern waren die Keller vollgelaufen. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.  

Eine schwere Unwetterfront zog auch über Hoyerswerda. Starke Sturmböen und extreme Niederschlagsmengen verursachten großflächige Überflutungen und führten dazu, dass Keller in fast allen Stadtteilen vollgelaufen sind. Die Feuerwehr hatte bis zum Freitagvormittag über einhundert Einsatzstellen zu bearbeiten. Es mussten umgestürzte Bäume beseitigt und neben Kellern, auch Straßen abgepumpt werden. Die Kanalisation konnte die Wassermengen nicht mehr aufnehmen: 78 l /m² Regen kamen in Hoyerswerda runter, allein zwischen 21 und 22 Uhr waren es 42 l.Mehr als 120 Feuerwehrleute aus der Stadt und dem Umland waren im Einsatz.

Von Gewitter und Wassermassen verschont blieb Chemnitz.
Anders sah es im Umkreis der Stadt aus.

Im Landkreis Mittelsachsen überflutete der Regen mehrere Grundstücke, im Erzgebirgskreis Schlug kurz nach 21 Uhr ein Blitz ins Dach eines Mehrfamilienhauses – der Brand konnte schnell gelöscht werden.  

Nach den heftigen Regengüssen ist nun erst einmal Aufatmen angesagt – für die kommenden Tage liegen laut Wetterdienst keine Unwetterwarnungen für Sachsen vor. Aber auch der Sommer startet verhalten – in der nächsten Woche werden nur noch maximal 20 Grad erreicht.

 

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