Ursache für Erkrankung Freitaler Schüler weiter unklar

Novovirus ausgeschlossen +++ Gesundheitsamt ratlos +++ Unterschiedliche Krankheitsverläufe bei Kindern +++ DRESDEN FERNSEHEN vor Ort. +++

Am 25.01.2011, gg. 08:50 Uhr wurde der Rettungsdienst alarmiert, da einige Schülerinnen und Schüler des Weißeritzgymnasiums in der Turnhalle und später auch im Schulgebäude auf der Krönertstraße mit Kreislaufschwäche erlitten hatten. Es traten Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Fieber und Bauchkrämpfe auf.  

Es handelte sich um 20 Schüler der Klassenstufen 5 und 7, die in Krankenhäuser in Freital und Dresden eingeliefert und behandelt wurden. Auch zwei Sanitäter, die als Ersthelfer vor Ort waren, mussten mit diesen Symptomen ins Krankenhaus.   Bereits am Mittwoch konnten alle erkrankten Schüler nach eingehender Untersuchung wieder nach hause entlassen  werden. Es sind auch keine weiteren Fälle mit einer ähnlichen Krankheitsintensität aufgetreten.   

Die Vermutung, die Erkrankung ginge auf den Norovirus zurück, hat sich nicht bestätigt. Auch andere typische Magen-Darm-Viren scheiden aus. Weder die Untersuchung der Raumluft noch eine Untersuchung des Blutes der Betroffenen weist auf eine toxische Ursache hin. Hier verliefen auch die Untersuchungen des Landeskriminalamtes ergebnislos.  

Hinsichtlich der Ursache wird gilt eine virale Infektion als wahrscheinlich. Sie wird aber aufgrund ihrer Kurzlebigkeit möglicherweise nicht nachzuweisen sein.    Das Schulgebäude sowie die Turnhalle sind zwischenzeitlich gründlichst gereinigt und desinfiziert worden.  Das gilt insbesondere für den Sanitärbereich.  Außerdem wurden Tische, Stühle, Heizkörper und Türen mit einer Desinfektionslösung  gereinigt. Die Tastaturen in der Bibliothek wurden komplett ausgetauscht.

In der Turnhalle wird bis zum Beginn der nächsten Woche noch die Filteranlage ausgetauscht. Erst dann kann dort wieder Sport getrieben werden. Bis dahin bleibt die Halle geschlossen. In die Untersuchungen wurde ebenfalls der Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärdienst mit einbezogen.   Überprüft wurden auch die Schulbusse, mit denen die Kinder zur Schule gekommen waren, aber auch dort fand sich kein Anhaltspunkt, was die Krankheitsfälle ausgelöst haben könnte.  

Die betroffenen Kinder, deren Eltern, Freunde und Lehrer werden in den nächsten Tagen noch einmal befragt nach eventuell gemeinsam unternommenen Aktivitäten und Gewohnheiten.   Auch wenn die genaue Ursache noch nicht gefunden ist, sind alle Beteiligten froh über den glimpflichen Ausgang. Besonderer Dank gilt den Einsatz- und Rettungskräften, der Schulleitung und allen Verantwortlichen für das gute Zusammenspiel während dieses Ereignisses.       

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