Ursache für Störfall an TU Dresden ist unklar

Dresden (dapd-lsc). Einen Tag nach der Evakuierung des Chemie-Baus der Technischen Universität Dresden ist die Ursache für den Störfall weiter ungeklärt.

Mehr als 100 Studenten, wissenschaftliche Mitarbeiter und einige Rettungskräfte waren am Donnerstagabend zur Beobachtung in Krankenhäuser gebracht worden, nachdem sich in dem Gebäude ein Geruch ausgebreitet hatte, der als giftig eingeschätzt wurde. Ein Großteil der Betroffenen wurde bis Freitag ohne erkennbare Symptome aus den Kliniken entlassen, wie ein Feuerwehrsprecher in Dresden sagte.

Insgesamt waren am Donnerstag 102 Menschen mit Sonderbussen zur Beobachtung in Krankenhäuser in Dresden, Freital und Radebeul gebracht worden, darunter auch fünf Feuerwehrleute. Zuvor hatten Polizei und Feuerwehr das Gebäude geräumt und das TU-Gelände weiträumig abgesperrt.

Unklarheit herrschte auch am Freitag noch darüber, ob es sich tatsächlich – wie zunächst befürchtet – um einen Chemieunfall gehandelt hatte. Einem Studenten war am späten Donnerstagnachmittag bei einem Experiment während eines Erstsemester-Praktikums übel geworden. Mehrere Menschen bemerkten einen knoblauchartigen Geruch, wie er für das hochgiftige Gas Arsan typisch ist. Die alarmierten Rettungskräfte rückten in Schutzkleidung an und richteten in einem nahegelegenen Hörsaal einen Behandlungsraum ein.

Im Laufe des Einsatzes meldeten sich außerdem weitere Personen, die über Übelkeit klagten. Bei späteren Messungen konnte jedoch kein Gas im Gebäude festgestellt werden. Es sei trotzdem nicht auszuschließen, dass geringe Mengen der giftigen Chemikalie entstanden und ausgetreten seien, sagte der Feuerwehrsprecher.

Noch zurückhaltender äußerte sich die Polizei. Sie ermittelte am Freitag in dem abgesperrten Gebäude. Nach bisherigen Erkenntnissen gebe es aber keine Hinweise für die Entstehung eines giftigen Gases, sagte ein Polizeisprecher.

dapd

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