Ursache für Stromausfall in Dresden gefunden

Dresden - Nach dem Blackout-Fall in Dresden scheint die Ursache gefunden zu sein. Wie SachsenEnergie am späten Montagabend mitteilte, wurden
verschmorte Reste eines Flugobjektes gefunden. Diese seien der Grund für den großflächigen Stromausfall. Die Kripo ermittelt.

© Sachsen Fernsehen / Symbolbild

Zur Störungsursache des heutigen, großflächigen Stromausfalls in Dresden und im Dresdner Umland liegen jetzt erste Erkenntnisse vor: Bei der Untersuchung der Störungsursache wurden verschmorte Reste eines Flugobjektes gefunden. Nach jetzigem Kenntnisstand wurde ein Sammelschienenkurzschluss von extern durch einen metallbeschichteten Ballon verursacht. Ob dieser Ballon gezielt gesteuert oder zufällig an die neuralgische Stelle des Einspeise-Umspannwerks Dresden Süd gelangte, wurde im Laufe des Abends von der Kriminalpolizei vor Ort untersucht. Die Auswertungen der Untersuchungen dauern noch an.
Die Kolleginnen und Kollegen der SachsenNetze arbeiteten mit

Hochdruck an der Behebung der Störung, sodass bereits um 15:00 Uhr 95% der Kundinnen und Kunden wieder versorgt und ab 16:00 Uhr das Umspannwerk Tolkewitz wieder am Netz war.

Zum Hintergrund: Am heutigen Montag, den 13.09.2021 um 13:53 Uhr gab es einen großflächigen Stromausfall in der Stadt Dresden und im Dresdner Umland. Grund dafür war ein Ausfall der 110-kV-Anlage aufgrund einer Störung im Umspannwerk Dresden Süd. Betroffen waren zunächst das Umspannwerk Altenberg sowie Ulberndorf, Leupoldishain, Heidenau, Dresden Süd Stadt und Land, die DB Energie und Pirna-Copitz. Eine Störungsausweitung im Anschluss sorgte für einen Störungsausfall im gesamten Stadtgebiet Dresden sowie im Umspannwerk Radeberg in Radebeul, Radeburg, Weixdorf, Großröhrsdorf, Freital, Nossen und Döhlen. Davon betroffen waren vorübergehend über 300.000 Haushalte im gesamten Versorgungsgebiet, darunter Hoch-, Mittel- und Niederspannungskunden der SachsenEnergie (Landnetz) der Stadt Dresden und
Industriekunden sowie die Wasserwerke in Coschütz, Hosterwitz und Tolkewitz.

 

Quelle: SachsenEnergie